Die „Miniton“-Gruppe, um die sich Claudia Nista (links) Sorgen machte.
November 2020: Bei den Wahlen des Verbandes, der „Federazione Italiana Badminton“, FIBa, wurde Claudia Nista wieder zur Vizepräsidentin gewählt.
Die Vizemeister der Serie A mit Simon Köllemann, Lukas Osele, Julien Caraggi, Rudi Sagmeister, Tonni Zhou (h. Reihe v.l.), Lisa Sagmeister, Carmen Thurner, Luo Ying, Judith Mair (v. Reihe v.l.)
Luca Zhou, Judith Mair und Kevin Strobl waren die drei Globetrotter, die an internationalen Wettkämpfen und nationalen Camps teilnahmen

„Ihr seid ein Vorzeigeverein“

Die Sektion Badminton im ASV Mals und ihre etwas andere Jahresversammlung

Publiziert in 13-14 / 2021 - Erschienen am 15. April 2021

Mals - Die Umstände verlangten Abstände und erlaubten zur Jahresversammlung nur digitale Nähe. Sektionspräsident Stefan De March und Koordinatorin Claudia Nista waren angenehm überrascht, wie viele Mitglieder und Badminton-Fans schon „online-fähig“ waren. Die nackten Tatsachen hatten sie im Jahresrückblick an den Anfang der Tagesordnung gesetzt. Mit Kassabericht und Internet-Klicks 2019 im Vergleich zu 2020, mit drastisch reduzierter Anzahl der Termine und mit einem Rückgang der Vereins-Bus-Kilometer um zwei Dritteln wurde klar, dass die Pandemie auch vor dem schnellsten Rückschlagspiel der Welt nicht haltgemacht hatte. Die Reaktion auf den erzwungenen Stillstand war dann aber typisch für den Trainer- und Betreuer-Stab und für die vielen Helfer um Stefan De March, Claudia Nista und bis vor kurzem um Trainer Henri Vervoort. Man improvisierte und reagierte kreativ. Und siehe da, sogar in Covid-Zeiten wurden Chancen genützt. Brenn- und Kernpunkt der Mitgliederversammlung war natürlich der Tätigkeitsbericht – diesmal gespickt vom Wörtchen „ausgefallen“.  Claudia Nista bedauerte in ihrem Bericht, dass vor allem die Jüngsten, die „VSS Kids“, zu kurz gekommen seien. Sie schilderte den Medaillenregen der 28 Malser beim „Grand Prix-Turnier“ in Chiari (Prov. Brescia) und der 31 Athleten beim 1. von vier „Super Series Turniere“ in Bozen. Eine turbulente Rumpf-Mannschaftsmeisterschaft endete für Mals mit einem Vizemeistertitel hinter Mailand. Besser erging es der jungen B-Mannschaft, die durchspielen konnte und 3. wurde. Auf der internationalen Badminton-Bühne traten Judith Mair, Kevin Strobl und Luca Zhou in Spanien, Italien, Slowenien und bei der U19 Europameisterschaft in Lahti, Finnland auf. Sie nahmen an den Camps der Nationalmannschaft auf Sizilien, Sardinien und in Mals teil. Aus der Ferne setzte Chef-Trainer Henri ein „online-Training“ mit Videos und Trainingsprogrammen um. Der Corona-Spuk milderte sich, nachdem es die Gemeinde Mals ermöglicht hatte, mit der Top-Gruppe ab April und mit den Kleinsten ab Mai auf dem Sportplatz zu trainieren. Statt 80 Teilnehmer beteiligten sich 40 Athletinnen und Athleten am Camp „Vola in Estate“ in Mals. Wie so oft war die Zusammenarbeit von Trainerstab, Schulen, Gemeinde und Sozialgenossenschaft der Garant für den Erfolg. Schon zum 15. Mal sei der Meeraufenthalt in Caorle diesmal mit einer kleineren Gruppe durchgeführt worden. Sektionsleiter De March stellte fest: „Trotz Corona war viel los“, als er über die Wahl von Claudia Nista zur Vizepräsidentin des Nationalen Badminton-Verbandes, über die Zusammenarbeit mit dem Oberschulzentrum, über das „Centro tecnico territoriale“, über eine Spendenaktion für die Krebshilfe und über die „Sporthilfe“ für
Lukas Osele, Judith Mair und Lisa Sagmeister berichtete. Den Reigen der Grußworte eröffnete der neue „Head Coach“ Roy Mulder, der sich zutraut, die „großen Schuhe von Henri de Voort“ zu füllen. Es wurde eine Motivationsrede mit der Grundaussage, dass auch ein verlorenes Spiel eine Chance sei zu lernen. Henri de Voort grüßte aus den Niederlanden. Direktor Werner Oberthaler wünschte der Sektion „Gesundheit und Leidenschaft“. VSS-Referent Norbert Spornberger hielt die Malser für erfolgreich, „weil sie die richtigen Personen zur rechten Zeit am richtigen Ort haben“. Für VSS-Obmann Günther Andergassen ist die Sektion Badminton eine Familie und ein Vorzeigeverein. Sportreferent Andreas Pobitzer teilte ein „Riesenkompliment“ aus für die vielen Versuche, trotz Corona immer etwas unternommen zu haben, und sicherte die Unterstützung der Gemeindeverwaltung zu. ASV Mals-Präsident Helmut Thurner meinte: „Ihr macht nicht nur Sport, ihr setzt viele soziale Zeichen und seid ein Vorbild für andere Sektionen.“ Von Vizebürgermeisterin Marion Januth wurde eine E-Mail verlesen, mit der sie der Badminton Familie gratulierte und für die Spendenaktion dankte. Die Versammlung, die anders war, endete mit vielen Dankesworten und dem Versprechen, Trainer de Voort doch noch feierlich zu verabschieden. Die traditionelle Tombola hinterließ 20 glückliche Gewinner.

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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