Sara Hutter zeigt stolz ihre Goldmedaille
Auf dem Weg nach vorne: Sara Hutter.

Medaillen und Träume 

Sara Hutter hat ein Stück Vinschger Skilanglauf-Geschichte geschrieben und sich einen Italienmeisterschaftstitel geholt. 

Publiziert in 4 / 2019 - Erschienen am 5. Februar 2019

LAAS - Wir schreiben den 13. Jänner 2019: Skilanglauf-Italienmeisterschaften in Pragelato nahe Turin. Dort, auf der bestens präparierten Olympialoipe, wo sich bei den Winterspielen 2006 die besten Skilangläufer der Welt spannende Wettkämpfe geliefert haben, läuft eine junge Laaserin vorne weg. Es ist der Moment von Sara Hutter, ihr großer Tag. Im Freistil-Rennen über 5 Kilometer ist die Vinschgerin nicht zu schlagen und holt sich den Italienmeistertitel in der Altersklasse U18. Um 9,6 Sekunden distanziert sie die Trentinerin Silvia Campione. 

„Super Erlebnis“ 

„Es lief alles perfekt. Die Freude war freilich riesig“, erinnert sich die 17-Jährige einige Wochen danach im Gespräch mit dem der Vinschger. Es war ein Titel, der etwas unerwartet kam. Favoritinnen waren andere. „Die Saison verlief bisher nicht optimal, mit Gold hätte ich wirklich nicht gerechnet“, so Hutter. Dabei war es nicht ihre erste Medaille bei Italienmeisterschaften. Bereits 2017, bei den Heimwettkämpfen in Schlinig, hatte sie in der Altersklasse U16 im klassischen Einzelrennen sowie in der Staffel Bronze geholt. „Das war schon ein super Erlebnis“, blickt sie zurück. 

Skifahren oder Langlaufen

Der Skilanglauf-Sport ist ihre große Leidenschaft. „Angefangen habe ich im Alter von etwa sieben Jahren mit Skifahren. Damals meinten meine Eltern, ich sollte es doch auch einmal mit Langlaufen probieren und dann hab ich mich dafür entschieden“, sagt die Laaserin. Seit rund zehn Jahren geht Hutter für den ASV Prad als Langläuferin an den Start. Von der nordischen Sportart war sie von klein auf Feuer und Flamme. Erfolge blieben anfangs jedoch noch aus. „Beim ersten Rennen im Ultental landete ich auf dem letzten Platz. Ich weiß noch genau, wie traurig ich war“, erzählt die ehrgeizige Laaserin. Ein, zwei Jahre später jedoch gab es auch bereits die ersten Podestplätze und Siege. Seitdem sind Top-Platzierungen von Sara Hutter bei Volksbankrennen und auch Südtiroler Landesmeisterschaften fast schon Alltag. Erfolgreich durchlief sie die verschiedenen Altersklassen. „Mal gab es weniger gute Jahre, mal bessere. So ist es nun mal im Sport“, sagt Hutter. 

Der Traum vom Weltcup 

Ziele hat die 17-Jährige, die derzeit die 4. Klasse der Sportoberschule in Mals besucht noch viele. „In den nächsten Wochen stehen noch einige Rennen an, unter anderem auch noch Italienmeisterschaften. Dabei möchte ich gut abschneiden“, betont sie. Langfristig wäre der Weltcup und der Sprung ins Nationalteam bzw. in eine Sportgruppe ein Traum. „Natürlich, jeder wünscht sich, irgendwann mal Profi zu werden“, so die Laaserin. Fürs Erste will sie jedoch die Schule erfolgreich beenden und eine gute Matura abliefern. „Dann in 2, 3 Jahren sieht man weiter. Bis dahin kann noch viel passieren“, weiß sie. 

Hartes Training 

Um erfolgreich zu sein, tut die Nachwuchs-Skilangläuferin so einiges. Die Wintersaison läuft von November bis März, dabei stehen neben dem täglichen Training in der Loipe auch so gut wie jedes Wochenende Wettkämpfe auf dem Programm. Aber auch im Sommer trainiert die Landeskader-Athletin beinahe täglich. „Der Sport ist meine Leidenschaft“, sagt sie. Und wer weiß, vielleicht kann sie ihre Leidenschaft eines Tages als Beruf ausüben - und im Weltcup, dem „Konzert der Großen“, dem Traum aller Nachwuchssportler, an den Start gehen. 

Michael Andres
Michael Andres

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