Judith Mair in Aktion.
Judith Mair

„Mehr als nur Sport“

Judith Mair: Es geht auch um Familie und Gemeinschaft!

Publiziert in 34 / 2020 - Erschienen am 6. Oktober 2020

Mals - Die 18-jährige Judith Mair aus Mals ist eine leidenschaftliche Badminton-Spielerin und kann mehrere nationale und internationale Erfolge aufweisen. Der der Vinschger wird in den kommenden Ausgaben weitere Badmintonspieler*innen des ASV Badminton Mals in einem Interview vorstellen.

der Vinschger: Seit wann spielst du Badminton?

Judith Mair: Schon sehr lange, so richtig, seit der vierten Klasse Grundschule. Aber ich habe schon früher meine Mutter (Claudia Nista, Badmintonpionierin aus Mals und erfolgreiche Spielerin, als Trainerin tätig, Anm. d. Red.) zu den Trainings begleitet.

Warst du damals auch schon bei Turnieren aktiv dabei?

Nein, das nicht. Ich wollte ursprünglich bei keinen Turnieren spielen. Dann ab 11 Jahren war ich voll dabei, und das bis heute.

Du warst und bist erfolgreich! Was sagst du dazu?

Ich weiß noch, wie ich bei der ersten Italienmeisterschaft, an der ich mich beteiligt hatte, knapp in der ersten Runde verloren hatte. Aber, da wusste ich, dass ich mich mit anderen messen und mithalten kann. Seitdem hatte ich besonders im Doppel und Mix Erfolge, später dann auch im Einzel.

Sind die Turniere für dich alle gleich bedeutend?

Nein, eigentlich nicht. Natürlich sind alle Turniere wichtig, aber es ist schon ein Unterschied, ob ich eine Italienmeisterschaft gewinne oder „nur“ bei einem kleineren Turnier dabei bin. Sehr wichtig sind für mich nun auch die internationalen Turniere.

Du trainierst viel, nehme ich an.

Ja, klar, zwei Trainings pro Tag von Montag bis Freitag und am Wochenende geht es in der Regel zu den Wettkämpfen.

Du bist inzwischen ein „Aushängeschild“ in der Badmintonwelt.

… (lacht) Ja, das stimmt. Es ist herausfordernd, dem immer gerecht zu werden. Nicht immer kann ich gewinnen. Ich habe besonders zwei starke Gegnerinnen, die ich zu schlagen versuche, die Katharina Fink und Yasmine Hamza, beide aus Bozen.

Wie geht es dir, wenn du verlierst?

Ja, wer verliert schon gerne, aber es passiert. Ich musste lernen, damit umzugehen, habe aber da besonders in meiner Familie einen großen Rückhalt. Mein Vater Hannes und mein Bruder Lukas sind ja auch aktive Badmintonspieler. Auch von unserem Verein werde ich gut betreut und aufgefangen und wir arbeiten mit Mentalcoach Valentin Piffrader. Badminton ist für mich nicht nur ein Sport, sondern auch eine Familie und Gemeinschaft. Das ist sehr wichtig. Für das Anfeuern an den Turnieren ist der ASV Badminton Mals schon längst überall bekannt, wenn nicht gar „gefürchtet“.

Du besuchst die 5A des SoGyms (Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums) am Oberschulzentrum in Mals. Pläne für danach?

Da muss ich mich erstmals ganz fest bedanken, denn ich und auch andere Badmintonspieler mit Ambitionen haben die Möglichkeit, am Projekt „Badminton“ teilzuhaben. Dies bedeutet, wir haben auch am Vormittag zeitweise Trainingseinheiten während des Unterrichtes. Das ist richtig toll! Pläne habe ich, ja… (überlegt kurz): Ich könnte mir vorstellen, in einer Heeres-Sportgruppe den Weg eines Profis einzuschlagen und mich die nächsten Jahre ganz dem Badmintonsport zu verschreiben, das muss aber mit einem Studium kombinierbar sein und ich müsste das Glück haben, verletzungsfrei zu bleiben!

Daniela di Pilla
Daniela di Pilla

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