Anton Christanell (rechts sitzend), Präsident des Schachclubs Naturns, ist auch Landes-Spielleiter und vergibt Strafen bei Regelverletzungen. Gegen ihn spielte Andre Christanell. Die Rolle des „Kibitz“ übernahm Alfred Gitterle.

Mission geglückt, Klasse erhalten

Publiziert in 42 / 2020 - Erschienen am 3. Dezember 2020

Naturns - Die Diskussion am Vorabend der 51. Südtiroler Schach-Mannschaftsmeisterschaft war heftig. Aufsteigen oder nicht aufsteigen, war die Frage. Der Verzicht des Zweitplatzierten der Meisterschaft 2018/19 ermöglichte der 2. Naturnser Mannschaft, ebenfalls in der höchsten Spielklasse zu spielen. Die Diskussion war hitzig zwischen denen, die sich in der A-Liga als Prügelknaben sahen und denen, die es ohne Erwartungsdruck reizte, gute Spieler herauszufordern und sich dadurch selbst zu verbessern. Eine weitere Überlegung – taktischer Natur, weil man auf starke Spieler von auswärts verzichten wollte und musste – war eine Art Steigbügelaktion. Bereits am 1. Spieltag holte sich Naturns Jambo I einen 6:0-Sieg gegen Naturns Jambo II. Im Spielbericht des Südtiroler Schachbundes nannte man das „Hilfe aus dem eigenen Haus“ und meinte dazu: „Man kann, aber man muss sich nicht unbedingt gegenseitig weh tun“. Aus den neun Spieltagen schaffte Jambo I drei Siege, ein Unentschieden und fünf Niederlagen. Am Ende retteten Hans Unterthurner, Norbert Nägele, Gregor Gurschler, Raimund Nägele, Christoph Pichler und Thomas Gurschler den 8. Platz von 10 Mannschaften und damit den Klassenerhalt. Wieder zurück in die B-Gruppe müssen Markus Illmer, Markus Gurschler, Herbert Zöschg, Alexander Seppi, Anton Christanell und Andre Christanell. 
Sieben Runden zu spielen hatte Naturns Jambo III in der Gebietsliga C-West. Dort kam es am letzten Spieltag zu einem klassischen Vinschger Derby „oben gegen unten“. Die oben waren die starken Lichtenberger mit Reinhold Ziernhöld auf Brett 1, Fabian Schöpf auf 2, Ferdinand Gunsch auf 3, Jakob Niederfriniger auf 4 und Roman Burger auf 5. Das Derby am letzten Spieltag verloren die Naturnser mit 2:3 Brettpunkten. Bernd Jess und Leon Gitterle schafften ein Remis, ein Unentschieden in der Schachsprache. Den vollen Punkt legte nur Maximilian Pamer hin. Die Waffen vorzeitig strecken mussten Alfred Gitterle und Jan Gurschler. Von sieben Mannschaften landete Lichtenberg auf Rang 3 und Naturns Jambo III auf Platz 6. 
Derzeit herrscht auch im königlichen Spiel zwangsläufig Corona-Pause. Bis 31. Dezember sind alle Schachaktivitäten abgesagt. Nur im Jugendbereich wird von der Vizepräsidentin des Südtiroler Schachbundes Carmen Lantschner ein Online-Turnier für Nachwuchsspieler angeboten.

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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