Für Riccardo Klotz hieß es über 5, 61 m Bauch einziehen.
Vater und Sohn Klotz im Glück. Südtirols beste Stabspringerin Nathalie Kofler gratulierte.
Riccardo revanchierte sich für das Anfeuern durch seine jüngsten Fans.

Schlanders hat einen neuen Helden

Er dürfte mit 23 Jahren einer der jüngsten Sieger des Internationalen Stabspringens sein …

Publiziert in 14 / 2022 - Erschienen am 3. August 2022

Schlanders - …und er kommt aus der Vinschger Nachbarschaft. Der Tiroler und österreichische Staatsmeister Riccardo Klotz ist seit Sonntag, 31. Juli auch Vinschgau- und Südtirolmeister und mit seinem frischen Auftreten in Schlanders auch Meister der Herzen. So viel Begeisterung vor allem unter den jüngsten Zuschauern hat es noch nie gegeben in den 18 Veranstaltungen auf dem Kulturhausplatz. Dort haben schon Olympia-Sieger und Weltmeister ihr Können gezeigt, aber so viel Freude war selten im Spiel. Klotz nahm bei 5,11 m, mit Rückenwind, den Wettkampf auf. Zur 1. Höhe musste er zwei Mal antreten. Der 2. Versuch war dann auch in allen Phasen perfekt, angefangen vom rhythmischen Anlauf, dem dynamischen Absprung und die abgestimmte Arbeit am Stab mit Lattenüberquerung. Durch den Fehlversuch lag er an 3. Stelle. Zum ersten Mal auf sich aufmerksam machte er bei 5,31 m. Plötzlich lag nur mehr der Deutsche Lamin Krubally vor dem blendend gelaunten Tiroler. Neben ihm überraschte auch der noch etwas jüngere Italiener Matteo Madrassi aus Tavagnacco (Udine), der mit 5,20 m als Bestleistung in den Vinschgau gekommen war und mit 5,41 m und persönlicher Bestleistung den Vinschger Hauptort verlassen kann. Im begeisternden Duell zwischen Österreich und Italien, fielen die 5,51 m von Krubally gar nicht auf. Auch das war eine Steigerung der persönlichen Bestleistung von 5,50 m, wenn auch nur um einen Zentimeter. Gern hätte man die Ratschläge des betreuenden „Vati Klotz“gehört.  Es ging um den entscheidenden 3. Versuch über die Höhe von 5,61 m. Für den persönlichen Rekordversuch über 5,70 m waren die Emotionen wahrscheinlich zu heftig. Schlanders hatte auch heuer wieder mehr zu bieten als Weltklasseathleten. Zur Einstimmung drängten junge Vinschger auf die Kunststoffbahn, um an der Suche nach dem schnellsten Vinschger teilzunehmen. Die Spannung stieg, als in einem „lokalen“ Vorkampf Alt-Zehnkampfmeister Hubert Indra mit 3,50 m eine Weltjahresbestleistung der Master Ü 65 erzielte, der 19-jährigen David Pircher aus Lana auf 3,70 m kam und die aus Perugia nach Südtirol gewechselte Francesca Zafrani 4,00 m übersprang.

Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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