Anna Sofie und Maria Lara (rechts)
Anna Sofie
Maria Lara

„Schon von klein auf Schläger in der Hand“

Zwei junge Badminton-Italienmeisterinnen aus Mals

Publiziert in 5-6 / 2021 - Erschienen am 18. Februar 2021

Mals - Die beiden Schwestern Anna Sofie und Maria Lara De March aus Mals sind auch bekannte Spielerinnen des ASV Badminton Mals. Anna Sofie ist 16 Jahre alt und besucht die 3A FOWI (Fachoberschule für Wirtschaft) am Oberschulzentrum in Mals; Maria Lara ist 13 Jahre alt und besucht die 3C der Mittelschule in Mals. der Vinschger hat mit ihnen gesprochen.

der Vinschger: Seit wann spielt ihr Badminton?

Anna Sofie: Mein Vater (Stefan De March, Sektionsleiter Badminton vom ASV Mals) hat mich schon von klein auf in die Halle mitgenommen und ich habe ihn auch bei manchen Turnieren begleitet. Dadurch wollte ich mit sechs Jahren schon in die Halle kommen, um „Federball“ zu spielen.
Maria Lara: Ja, bei mir ist es genau gleich gewesen. Die Trainer haben uns spielerisch in die Badmintonwelt begleitet. Wir sind beide mit diesem Sport aufgewachsen und hatten schon von klein auf einen Schläger in der Hand.

Wart ihr damals auch schon bei Turnieren aktiv dabei?

Anna Sofie: Ja, wir haben beide gleich zu Beginn bei Turnieren teilgenommen. Damals waren die Turniere zwar noch eher zum Spaß, jedoch waren bzw. sind wir beide schon immer ehrgeizig gewesen und probierten immer, das Maximum zu erreichen.
Maria Lara: Ja, wir haben mit den VSS-Turnieren begonnen, z.B. Kinderolympiade, Family-trophy usw. – das hat uns sehr viel Spaß gemacht. Zudem möchte ich noch sagen, dass wir durch diese Turniere viele Freundschaften geschlossen haben, die wir bis heute pflegen.

Ihr wart und seid erfolgreich! Was sagt ihr dazu?

Anna Sofie: Natürlich ist man stolz, wenn man wichtige Turniere gewinnt. Jedoch muss man auch damit umgehen können, wenn es einmal nicht klappt. Man muss darauf eingestellt sein, dass man hart arbeiten muss, um dies erreichen zu können.
Maria Lara: Diesem stimme ich voll und ganz zu und, egal welche Sportart, man muss immer kämpfen und darf nie den Mut verlieren.

Sind die Turniere für euch alle gleich wichtig?

Anna Sofie: Nein, für mich nicht. Natürlich haben alle Turniere eine wichtige Bedeutung. Jedoch gibt es Turniere, die nur einmal im Jahr stattfinden, wie zum Beispiel die Italienmeisterschaften. Diese sind für die ganze Sektion Badminton der Höhepunkt der Saison. Dort gewinnt man als Einzelsportler, als Doppel/Mixpaarung und auch als Verein bei der Vereinswertung. 
Maria Lara: Genau, wir trainieren das ganze Jahr für dieses wichtige Turnier und deshalb erhofft man sich von diesem Turnier mehr als bei allen anderen Turnieren. Und natürlich haben auch internationale Turniere eine wichtigere Bedeutung. Wie Anna Sofie schon gesagt hat, ist die Vereinswertung bei der Italienmeisterschaft wichtig – wir haben diese jetzt als Verein elfmal hintereinander gewonnen! Da zählt jeder Punkt aller Teilnehmer, deshalb feuern wir uns alle immer gegenseitig an.

Ihr trainiert viel, nehme ich an.

Anna Sofie: Ich trainiere mehr als meine Schwester. Insgesamt trainiere ich etwa 14 Stunden in fünf Tagen. Mein Training besteht aus Hallentraining, Kraft- und Konditionstraining. Es klingt jetzt zwar nach viel, aber, wenn man gerne trainiert, dann macht dies einem viel Spaß.
Maria Lara: Wie meine Schwester schon gesagt hat, trainiere ich weniger. Ich trainiere drei- bis viermal die Woche jeweils 2 Stunden in der Halle.

Wie fühlt ihr euch in der Badmintonwelt?

Anna Sofie: Ich fühle mich sehr wohl. Durch diesen Sport habe ich so viele neue Menschen kennengelernt, die mich überall unterstützen, sei es andere Spieler, Trainer oder auch Personen in der Organisation. Ich würde schon fast sagen, dass wir, der ASV Mals Badminton, nicht nur ein Verein sind, sondern eine zweite Familie.
Maria Lara: Ich finde es toll, dass wir auch außerhalb des Trainings viel zusammen unternehmen: Zum Beispiel ist es bei uns Tradition, jedes Jahr fünf Tage nach Caorle zu fahren, um dort Training und Urlaub zu verbinden oder wir helfen auch bei verschiedenen Festen mit, um neue Projekte zu verwirklichen. Zudem möchte ich noch sagen, dass ich durch diesen Sport viel selbstbewusster geworden bin. 

Wie geht es euch, wenn ihr verliert?

Anna Sofie: Klar ist man immer traurig, wenn man verliert, jedoch mit der Zeit lernt man damit umzugehen und mittlerweile finde ich es manchmal nicht mehr so schlimm zu verlieren. Wenn man 100 Prozent gegeben hat, dann lernt man teilweise mehr, als wenn man leicht gewinnt.
Maria Lara: Wichtig ist, dass man sich davon nicht unterkriegen lässt und weiter trainiert, damit man das nächste Mal vielleicht gewinnt.

Welche Ziele verfolgt ihr für eure Zukunft im Badminton?

Anna Sofie: Ich möchte mich sportlich weiterentwickeln, um Spieler*innen, die jetzt noch besser sind wie ich, in Zukunft schlagen zu können. 
Maria Lara: Ich trainiere, da mir Badminton Spaß macht und ich glaube bzw. hoffe, dass ich irgendwann mit stärkeren Gegnern mithalten kann. Wir beide sind schon einmal Italienmeisterinnen geworden und dies möchten wir natürlich wiederholen. 

Daniela di Pilla
Daniela di Pilla

Diese Seite verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Lesen Sie unsere Cookie-Richtlinien für weitere Informationen. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden.