Archivbild: 2019 schaffte der ASV Morter (in Rot) den Aufstieg durch einen Sieg über den ASV Prad; im Mai 2022 drehte Prad den Spieß um und blieb im Titelrennen durch die 3 Punkte gegen Morter.

So spannend war es noch nie

Publiziert in 9 / 2022 - Erschienen am 10. Mai 2022

Morter - Wenn’s nur spannend wär, es ist gerade hochdramatisch. Drei Spiele vor Meisterschaftsende bangen, zittern, hoffen gleich drei Mannschaften in der 2. Amateurliga auf den Aufstieg: Kastelbell-Tschars aus dem unteren Vinschgau auf Platz 2 und Prad im oberen Vinschgau punktegleich auf Platz 3. Schon am vergangenen Wochenende (6., 7. und 8. Mai) hatte sich die Situation zugespitzt. Der ASV Prad musste zum „Angstgegner“ Morter ins Plima-Stadion. Der ASV Goldrain auf Platz 10 spielte gegen den Tabellenersten Girlan. Verblüffend parallel ereilte beide Vinschger Mannschaften ein ähnliches Schicksal. Goldrain spielte eines seiner besten Spiele, verlor in der 84. Minute einen Spieler durch Rot, glich in der 85. Minute aus und musste in den letzten Sekunden eine 2:1 Niederlage hinnehmen. Nervenkrieg auch in Morter – „traditionell ein heißes Pflaster für Prad“ wie Sektionsleiter Marco Hoffer (Prad) meinte. Die Heimmannschaft verlor schon in der 29. Minute einen Spieler durch Rot und „spielte trotzdem unverdrossen auf Sieg“ -so ASV Morter-Präsident Steve Trenkwalder. „Wir gingen durch einen Elfmeter von Johannes Höllrigl in Führung.“ Sieben Minuten später kam der Umschwung. Der Prader Bernd Schwienbacher glich per Kopf aus einem Eckball aus. Die Unterzahl bei Morter zeigte zunehmend Wirkung. Philipp Dellasega erlöste Prad mit seinem Treffer in der 65. Minute und hielt seine Mannschaft auf dem 3.Tabellenplatz – bereit zum Mitmischen um den Aufstieg mit Kastelbell-Tschars und Girlan.

Günther Schöpf
Günther Schöpf

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