Judith Mair
Judith in Aktion
Kevin Strobl
Kevin in Aktion

Spielerisch, aber zielstrebig

Judith Mair und Kevin Strobl haben Badminton zum Lebensmittelpunkt gemacht.

Publiziert in 42 / 2021 - Erschienen am 16. Dezember 2021

Mals - Er ist 24, sie ist 19. Beide kommen aus dem Obervinschger Hauptort Mals. Beide sind im Sternzeichen Jungfrau geboren und daher ehrgeizig und ordnungsliebend. Beide hatten Vorbilder in der Familie, beide hatten dieselben Trainingsbedingungen, dieselben Strukturen zur Verfügung und beide haben das Sozialgymnasium in Mals besucht. Sie mussten weder zu ihrem Sport gezwungen werden, noch hatten sie besondere Motivation notwendig. Beide sind in früher Jugend für ihren Sport viel gereist. Beide sind anpassungsfähig und haben Spaß an Sprachen und fremde Länder. Beide verbrachten und verbringen viel Zeit außerhalb ihres heimatlichen Umfeldes. Beide hatten und haben sich hohe Ziele gesetzt. Kevin Strobl und Judith Mair sind das, was man gemeinhin Profis nennt. Profis in der Sportart Badminton, die zwar spielerisch praktiziert wird, aber wie jeder Spitzensport maximale, körperliche und geistige Ausdauer verlangt. Judith nahm mit 9 in Friedrichshafen erstmals an einem internationalen Turnier teil; Kevin war mit 15 schon in Slowenien aktiv. Inzwischen gehört Kevin zur Sportgruppe der „Aeronautica“. Die Interview-Fragen des der Vinschger hat Kevin von Mailand und Judith vom Flughafen in Paris aus beantwortet. Nach einem internationalen Turnier in Mexiko startete die Malserin zum nächsten in San Salvador.

der Vinschger: Wie kam es zur Entscheidung, sich ganz auf Badminton einzulassen und nach Mailand zu ziehen?

Judith: Es war immer schon mein Ziel. Ich habe das vierte Oberschuljahr in Mailand verbracht (Erasmus) und wusste, was auf mich zukam. Zudem war auch mein Bruder schon im Trainingszentrum des Badminton-Verbandes, in Mailand. Ich wollte und will durch die besten Trainingsbedingungen meinen Traum von einer Olympiaqualifikation verwirklichen. 

Kevin: Ich habe vor sechs Jahren Mailand gewählt, weil ich zur Europa- und Weltmeisterschaft und zu den Mittelmeerspielen wollte. Motiviert hat mich mein früherer Trainer Arturo Ruiz.

Wie seid ihr untergebracht? Wie muss man sich euren Tages- oder Wochenablauf in Mailand vorstellen?

Judith /Kevin: Wir sind in Wohnungen der Federation untergebracht. Demnächst wird uns ein neues Haus zur Verfügung stehen. Wenn kein Turnier stattfindet, wird von Montag bis Freitag von 9 bis 11 Uhr trainiert, dann zu Mittag gegessen, ausgeruht und von 15.30 bis17.30 Uhr im Kraftraum weitergearbeitet. Es stehen auch lustige Spiele auf dem Programm. An freien Tagen werden häufig Doppel gespielt oder man entspannt sich. Man genießt die Kontakte mit der Familie zu Hause oder versucht sich an anderen Rückschlag-Spielen wie Volleyball und Tennis. 

Was war das bisher bedeutendste Turnier oder der größte Erfolg für euch? 

Kevin: Für mich war es die Bronzemedaille im Herrendoppel zusammen mit Lukas Osele (Mals) bei den Mittelmeerspielen 2018 im spanischen Tarragona. Seither haben wir beide eine eigene Wikipedia-Seite. 

Judith: Die Silbermedaille im Doppel beim „Latvia International“ (in Lettlands Hauptstadt Riga) zusammen mit Martina Corsini im August dieses Jahres.

Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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