Sportverein zeigt soziales Engagement

Naturns - Die Zeit des Wartens auf den Entscheid zum Asylantrag ist für die meisten der derzeit in Südtirol lebenden Asylbewerber eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen. Dabei ist der Einstieg in die Arbeitswelt der größte Wunsch für die Menschen, die sich in Europa die Chance auf ein normales Leben erhoffen. Bereits im Sommer 2016 nutzte der Asylbewerber Bakary Noumoko die erste sich ihm bietende Einstiegsmöglichkeit und hat im Rahmen einer Freiwilligentätigkeit im Erlebnisbad von Naturns als Gärtnergehilfe zur vollen Zufriedenheit der Verantwortlichen mitgearbeitet. Die Naturnser Gemeinderätin Margot Tschager Svaldi engagiert sich für die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und hat diese erste Tätigkeit möglich gemacht. Bakary Noumoko stammt aus dem Bürgerkriegsland Mali und ist vor ca. eineinhalb Jahren vor den Kriegsgräueln nach Italien geflüchtet. Auf seiner Reise Richtung Norden ist er in Südtirol angekommen und hat eine Unterkunft in Meran im Wohnheim am Bahnhof erhalten. In Mali hat er zuletzt als Bauarbeiter gearbeitet und war vorher in seiner Familie für die Landwirtschaft zuständig. Auf Empfehlung von Margot Tschager Svaldi hat der Ausschuss des SSV Naturns Raiffeisen kürzlich beschlossen, Bakary Noumoko ab Mitte Februar über einen Zeitraum von drei Monaten am Naturnser Sportplatz zu beschäftigen. Gemeinsam mit seiner Tutorin Rosella Zagaria von der Sozialgenossenschaft River Equipe aus der Volontarius-Gruppe wurden die Tätigkeitsbereiche mit verschiedenen Instandhaltungs-, Reinigungs- und Gärtnerarbeiten am Sportgelände abgesteckt. Bakary wird eng mit dem Platzwart zusammenarbeiten. „Diese Beschäftigung ist für Bakary ein erster regulärer Arbeitsvertrag, der selbstverständlich mit einer angemessenen finanziellen Entlohnung abgegolten wird. Als Sportverein ist es uns ein Anliegen, auch soziales Engagement zu zeigen, deshalb freuen wir uns darauf, einem jungen Mann eine Chance zu geben. Wir sind überzeugt, dass Integration über Sport sehr gut möglich ist“, erklärt der Präsident des SSV Naturns Raiffeisen, Dietmar Hofer. red
Redaktion
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