Sportwelt setzt Zeichen der Solidarität

Einhellige Unterstützung der Maßnahmen zur Eindämmung und Bewältigung des epidemiologischen Notstandes

Publiziert in 10/11 / 2020 - Erschienen am 17. März 2020

Bozen/Vinschgau - Mit Dekret des Premierministers Giuseppe Conte vom 9. März 2020 wurde ganz Italien und damit auch Südtirol zur „geschützten Zone“ erklärt. Die Sportorganisationen und der Sport insgesamt sind davon stark betroffen. Der Präsident des CONI-Landeskomitees, Heinz Gutweniger, der VSS-Obmann Günther Andergassen und der Präsident der USSA, Gen. Carlo Bosin haben in der Folge sämtliche Sportveranstaltungen abgesagt und ihre Mitgliedsvereine dazu aufgerufen, ebenso sämtliche Sportveranstaltungen bis einschließlich 3. April auszusetzen.

Auch das Training ist betroffen

Die Dringlichkeitsmaßnahmen beziehen sich auch auf das Training. Trainingseinheiten in geschlossenen Räumen sind ausschließlich für Athleten erlaubt, die laut CONI im nationalen Interesse handeln, um sich auf die Olympischen Spiele oder andere wichtige nationale und internationale Wettkämpfe vorbereiten. Für alle übrigen Athleten ist das Training in geschlossenen Räumen untersagt. Sportliche und motorische Aktivitäten im Freien sind hingegen nur unter der Bedingung erlaubt, dass der Sicherheitsabstand von einem Meter eingehalten werden kann. Auch für diese sportlichen Aktivitäten empfehlen die Dachverbände ein gemeinsames Training bis einschließlich 3. April 2020 auszusetzen und empfehlen den Sportvereinen, Athleten Anleitungen für ein individuelles Training zu Hause oder in der freien Natur zu geben.

Besonders gefährdete Menschen schützen

Diese Maßnahmen sind nicht nur aufgrund staatlicher Verordnungen einzuhalten. Sie sind auch ein Akt der Solidarität Menschen gegenüber, die ein schwaches Immunsystem haben und deshalb besonders gefährdet sind und gleichzeitig ein Schutz für jeden von uns selbst. Nur wenn jeder in der Gesellschaft einen Schritt zurücktritt und so hilft, die Übertragungskette zu unterbrechen, können wir als Gesellschaft und Sportgemeinschaft dazu beitragen, dass die Verbreitung des Coronavirus unterbrochen und eingedämmt werden kann.

Bewusste Botschaft aller Verbände und Vereine

Diese Entscheidung ist nicht ein Zeichen von Stilllegung unserer sportlichen Tätigkeit, oder Angstmacherei, sondern eine bewusste Botschaft aller Sportverbände und Sportvereine für den Schutz der Gesundheit, der für jeden Menschen und insbesondere auch für jeden Sportler und jede Sportlerin das höchste Gut darstellt. 
„Gerade wir Sportvereinsvertreter sehen uns in der Pflicht, hier mit gutem Beispiel voranzugehen, um die notwendigen Schritte vonseiten der Behörden zu unterstützen und deren Umsetzung zu verbreiten“, erklären Andergassen, Bosin und Gutweniger in der gemeinsamen Aussendung. 

Gemeinsamer Appell

Die Südtiroler Sportwelt ist jedenfalls gewillt ihren Beitrag zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu leisten. In einem gemeinsamen Appell richten sich Andergassen und Gutweniger abschließend direkt an die Vereinsvertreter, Trainer, Betreuer und Sportler: „Wir bitten euch, gemeinsam mit uns ein Zeichen der Solidarität zu setzen, um schon bald wieder gemeinsam auf dem Sportplatz stehen zu können und die gewünschten sportlichen Leistungen abrufen zu können.“

Redaktion
Vinschger Sonderausgabe

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