Eine Szene aus dem Spiel zwischen Ingolstadt und Bozen.
Freuten sich über ein gelungenes Trainingslager und eine gute Zusammenarbeit (v.l.) Der Latscher Vize-Bürgermeister Christian Stricker, BM Mauro Dalla Barba, Gemeindereferentin Irmgard Gamper, Referent Manuel Platzgummer, Eisfix-Präsident Jürgen Pircher und der Geschäftsführer vom Tourismusverein David Stocker.

Vieles war heuer anders

Wie sich die Hockey-Profis des ERC Ingolstadt auch in Pandemie-Zeiten in Latsch wohl fühlten.

Publiziert in 27-28 / 2021 - Erschienen am 31. August 2021

LATSCH - Nein, einfach war es für die Organisatoren nicht: Trainingslager und Freundschaftsspiele, bzw. eine Mini-Ausgabe des beliebten Vinschgau Cups, in Corona-Zeiten auf die Beine zu stellen bedeutete einen erhöhten Kraftakt für alle – und dies bei (Corona sei „Dank“) verhältnismäßig wenig Zuschauern. Aber: Durch gute Zusammenarbeit verschiedenster Akteure, wie dem Tourismusverein Latsch-Martell, dem Hockeyverein AHC Vinschgau Eisfix, der Latscher Gemeindeverwaltung und freilich den Gästen vom ERC Ingolstadt, konnte auch dies einmal mehr erfolgreich bewältigt werden. Und so blieb am Ende des einwöchigen Trainingslagers vor allem eines: Die Gewissheit, das Latsch ein ideales Trainingsziel für Eishockeyvereine mit höchsten Ansprüchen ist und bleibt. 

Zum sechsten Mal in Latsch 

Bereits zum sechsten Mal war der ERC Ingolstadt nach Latsch gekommen. In Latsch finde man ideale Bedingungen, vom IceForum für das Eistrainings bis hin zu den Sportanlagen für das Off-Ice-Training, erklärte ERC-Sportdirektor Larry Mitchell. Wie optimal sich der ERC Ingolstadt, Deutscher Meister von 2015 und Halbfinalist in der vergangenen Saison 2020/2021, in Latsch vorbereiten konnte, stellten sie auch mit starken Leistungen in zwei hochkarätigen Freundschaftsspielen unter Beweis. Im DEL-Duell gegen Aufsteiger Bietigheim Steelers am Donnerstagnachmittag (26. August) setzten sich die Panther mit 6:4 durch. 
Im „internationalen“ Freundschaftsspiel gegen den HCB Südtirol Alperia am Samstagabend (28. August), der jedoch mit einer Rumpftruppe angereist war (viele HCB-Spieler waren unter anderem mit der italienischen Nationalmannschaft unterwegs), ließen die Schanzer mit einem 7:1-Sieg nichts anbrennen. Damit gewannen sie auch souverän diese Mini-Ausgabe des Vinschgau Cups. 

Viel Wertschöpfung für das Sportdorf 

Aufgrund der Corona-Bestimmungen waren lediglich knapp 140 Zuschauer zugelassen. Diese jedoch kamen freilich auf ihre Kosten. Und unter ihnen befanden sich auch zahlreiche Vertreter aus der Politik. „Solche Trainingslager sind eine große Wertschöpfung für die ganze Gemeinde und den ganzen Vinschgau“, betonte Sportreferent Manuel Platzgummer. Einerseits sei das Eisstadion ausgelastet, andererseits werde Latsch als Sportdorf weiter bekannt gemacht. Um diese Wertschöpfung weiß auch David Stocker, der Geschäftsführer des Tourismusvereins. „Das Trainingslager war wieder ein großer Erfolg“, freute er sich. Alles sei reibungslos abgelaufen, auch wenn in Corona-Zeiten nicht immer alles einfach sei. Auch diesmal waren wieder einige Ingolstädter Fans in Latsch zu Gast. 
Die größte Wertschöpfung liege jedoch im großen Werbeeffekt. So wurde auf der Website des ERC so gut wie täglich aus Latsch berichtet. Auch Podcasts, etwa direkt aus einem Apfelfeld, wurden gesendet. Die Spiele wurden live auf youtube übertragen. Bundesdeutsche Medien – wie etwa der Donaukurier – (und freilich auch die Südtiroler Medien) berichteten ausführlich über das Trainingslager und die Testspiele. 
Zufrieden zeigte sich auch Eisfix-Präsident Jürgen Pircher. „Durch eine optimale Zusammenarbeit ist einiges möglich“, weiß er. Mit einem Fest – stets unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen – sorgten die Eisfix im Rahmen des Vinschgau Cups für ein flottes Rahmenprogramm. 

Michael Andres
Michael Andres

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