Pia Kopania

Vom „Maskottchen“ zur Badmintonspielerin

Publiziert in 42 / 2020 - Erschienen am 3. Dezember 2020

Mals - Die elfjährige Pia Kopania aus Mals spielt leidenschaftlich gern Badminton. Sie besucht die erste Klasse der Mittelschule in Mals. der Vinschger hat mit ihr gesprochen.

der Vinschger: Seit wann spielst du Badminton?

Pia Kopania: Ich bin bei den Badminton-Trainings dabei, seit ich krabbeln kann. Meine Schwestern waren damals in der Kinder-Gruppe, heute wäre das Miniton. Ich musste zuschauen, war für die älteren Spielerinnen und Spieler sowie Trainerinnen und Trainer so was wie ein Maskottchen und habe mit großer Freude alle Federbälle eingesammelt. Als ich älter wurde, durfte ich dann auch mitspielen. Als ich in die erste Klasse der Grundschule kam, habe ich zu Weihnachten meinen ersten Badminton-Schläger bekommen. Seither spiele ich Badminton und möchte eines Tages so gut wie Judith Mair werden.

Wann hast du erstmals aktiv an Turnieren teilgenommen?

Meine ersten Wettkämpfe waren die Kinderolympiaden im Land und die Family-Trophy in Mals. Danach folgten kleinere Turniere in Südtirol und vergangenes Jahr durfte ich erstmals an der Italienmeisterschaft in Sizilien teilnehmen.

Wie gehst du mit Erfolg um?

Bislang habe ich noch nicht große Erfahrung mit Erfolgen an Turnieren. Ich freue mich einfach über jeden gewonnen Punkt und jedes gewonnene Spiel.

Sind die Turniere für dich alle gleich wichtig oder gibt es Unterschiede?

Wichtig sind für mich alle Turniere, weil ich da Erfahrungen sammeln kann. Klar ist es nicht dasselbe, an einer Landesmeisterschaft oder Italienmeisterschaft teilzunehmen. Bei der Landesmeisterschaft gibt es viele Gegnerinnen und Gegner und darunter auch solche, die nicht so stark sind. Bei der Italienmeisterschaft sind viel mehr stärkere Gegnerinnen und Gegner am Kämpfen.

Du trainierst viel, nehme ich an.

Ja, ich habe nicht immer gleich viel trainiert. Begonnen habe ich mit einem Training pro Woche. Dann wurden es zwei Trainings die Woche. Damals spielte ich auch noch Volleyball und besuchte die Musikschule. Weil sich die Trainings überschnitten, musste ich nicht lange überlegen und habe mich fürs Badminton entschieden. Seither trainiere ich drei- bis viermal die Woche.

Wie fühlst du dich in der Badmintonwelt?

Der ASV Mals Badminton ist für mich wie eine zweite Familie, mit der ich groß geworden bin. Ich fühle mich da sehr wohl, habe viele neue Leute kennengelernt und Freundschaften geschlossen. Wir gehen immer gemeinsam an Turniere und unterstützen uns gegenseitig. 

Wie geht es dir, wenn du verlierst?

Wenn die Gegnerinnen und Gegner stark oder besser sind als ich, dann bin ich mir von vornherein bewusst, dass meine Chancen nicht so groß sind. Dann ist das Verlieren nicht so bitter. Gegen gleichstarke Spielerinnen zu verlieren ist nicht so toll. Dann bin ich enttäuscht, manchmal auch etwas traurig. Doch, wenn man alles gegeben hat und verliert, ist das nicht so schlimm. Ich versuche immer vorwärts zu schauen und aus meinen Fehlern zu lernen. 

Wie würdest du eine Mitschülerin oder einen Mitschüler überzeugen, auch mit dem Badmintonspielen zu beginnen? 

Das ist eine schwierige Frage ... weil meine Mitschüler eigentlich alle bereits ihren Sport ausüben.  Ich würde sie erstmals zu einem Schnuppertraining einladen, um zu schauen, wie es ihnen gefällt. Auf jeden Fall würde ich die Mitschülerinnen und Mitschüler einladen, an der Jahresversammlung teilzunehmen. Da sind wir alle, die ganze Badminton-Familie, zusammen. Wir schauen zurück, wo wir überall waren, welche Erfolge wir gefeiert haben und wie viel Spaß wir miteinander hatten. Es gibt jede Menge leckeres Essen und eine Tombola mit vielen tollen Preisen. Das hatte auch mich seinerzeit fasziniert. Daneben kann man ganz ungezwungen Badminton spielen.

Daniela di Pilla
Daniela di Pilla

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