Von einem Vinschger zum anderen
Jahrelanger FISI-Boss der Langläufer: Sepp Jörg

Von einem Vinschger zum anderen 

Der Burgeiser Walter Eberhöfer tritt die Nachfolge von Sepp Jörg als Südtiroler Langlauf-Chef an. 

Publiziert in 44 / 2018 - Erschienen am 18. Dezember 2018

Schluderns/Burgeis - Rund 20 Jahre stand der Schludernser Sepp Jörg dem Südtiroler Landeswintersportverband FISI als Chef der Skilangläufer vor. Seit seinem Amtsantritt 1997 zeigte er sich stets engagiert und zuverlässig. „20 Jahre sind eine lange Zeit, es ist gut, wenn es auch mal einen Wechsel gibt, und neuer Schwung reinkommt“, so Jörg. Der neue Schwung soll mit Walter Eberhöfer reinkommen. Der Burgeiser, der sich bereits seit vielen Jahren für den Langlauf-Sport engagiert, wurde in den neuen FISI-Ausschuss gewählt und fungiert als Landesverantwortlicher für die nordischen Skisportarten, sprich Skilanglauf, Skispringen und Nordische Kombination. Insbesondere in Sachen Langlauf tut sich im Vinschgau seit jeher einiges. Eberhöfer stand dem der Vinschger Rede und Antwort. 

der Vinschger: Wo steht der Skilanglaufsport in Südtirol?

Walter Eberhöfer: Langlaufen zählt zu den gesündesten Wintersportarten. Unsere Langlaufvereine in Südtirol stehen für eine fleißige Aufbauarbeit und sorgen für eine optimale Grundausbildung. Bei den Volksbankrennen nehmen stets über 200 Langläufer teil, Tendenz steigend. Der Landesverband hat heuer 30 Lang-
läufer in den A-Landeskader und B-Kader aufgenommen. Die Athleten im A-Kader bestreiten Trainingseinheiten im In- und Ausland, und gehen bei nationalen sowie internationalen Rennen an den Start. Zu unseren jungen Hoffnungsträgern zählen unter anderem zwei Vinschger. Vor allem der 22-jährige Laaser
Florian Cappello und die 19-jährige Burgeiserin Michaela Patscheider überzeugen immer wieder mit guten Resultaten. 

Was sind die Ziele in der kommenden Amtsperiode?

Eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinen, den Trainern und Betreuern. Das Kapital unseres Skilanglaufsports sind die Kinder. Es gilt, auf dem Nachwuchs aufzubauen. Deshalb ist es auch wichtig, weiterhin viel und gut in die Landeskader zu investieren, um die jungen Sportler optimal auszubilden.

Was gilt es zu verbessern? 

Um den Südtiroler Lang-laufsport nach vorne zu bringen wollen wir im FISI-Vorstand und in der Langlaufkommission gut und fleißig zusammenarbeiten. Ich werde wenig verändern, wichtig ist, dass alle Beteiligten mit viel Motivation und maximalem Einsatz mitwirken und, dass die Athleten mit voller Kraft und Ehrgeiz an sich arbeiten, um erfolgreich zu sein. Die Zielsetzung ist sehr hoch, das heißt: Nationalmannschaft, Sportgruppe, Weltcup und schlussendlich Athleten zu Olympischen Spielen zu schicken. 

Welche Rolle nimmt die Sportoberschule von Mals ein?

Unsere Sportschulen sind sicher die richtigen und wichtigen Einrichtungen, um einen Sport auf diesem Niveau zu ermöglichen. Es braucht viel Training, professionelle Strukturen und ein passendes Umfeld, dies alles bietet die Sportoberschule. Neben der schulischen Ausbildung noch die vielen anstrengenden Trainingseinheiten und zahlreichen Wettkämpfe zu absolvieren, ist eine große Herausforderung. In der Gruppe und mit Gleichgesinnten ist dies leichter zu bewältigen. Die Sportoberschule Mals ist auch deswegen eine der wichtigsten Einrichtungen für den Südtiroler Langlaufsport.

Michael Andres
Michael Andres

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