Tormann Hannes Wellenzohn musste sich recken und strecken, um seinen Verein vor einer Katastrophe zu bewahren. Die Zuschauer lösten das „virale“ Publikumsverbot auf ihre Weise.
Eine erfreuliche Schlanderser Ausnahme war das Stellungsspiel von Alexander Stark (rechts)

Was wäre, wenn…

Publiziert in 9 / 2020 - Erschienen am 10. März 2020

Schlanders - 1. Amateurliga, 15. Spieltag, Sonntag , 08.03.20 - Der Sportclub unterliegt dem Haslacher SV mit 0:2 Toren. Innerhalb von 4 Minuten nach Anpfiff zur 2. Spielhälfte war der Fall erledigt. Ein Kopfballtor und ein berechtigter Elfmeter reichten. Zuvor war es dem ersatzgeschwächten SC gelungen, 45 Minuten ungeschlagen zu bleiben. Dank eines überragenden Keepers Hannes Wellenzohn und seines umsichtigen Vordermannes Manuel Sandbichler. Natürlich verleitete der Lattentreffer per Kopf durch Fabian Tappeiner in der 34. Minute zu Spekulationen: Was wäre gewesen, wenn Schlanders in Führung gegangen wäre? Ebenso spekulativ: Es hätte sich kaum etwas verändert. Der Schlanderser Schlussmann hätte weiterhin, den Ball über das eigene Mittelfeld in‘s gegnerische Feld gebracht. Dort wäre er weiterhin von technisch überlegenen Gegnern abgefangen worden. Schlanders wäre wahrscheinlich weiterhin tief gestanden und es wäre weiterhin unentschlossen quer gespielt worden. Es hätten sich weiterhin dieselben Verteidigungsschwächen, Stellungsfehler, Annahmefehler und Fehlpässe eingeschlichen. Erst als Schlanders mit dem Rücken zur Wand agieren musste und einiges auswechselte, änderte sich das Bild. Schlanders kam ins Spiel, man wagte Schussversuche. Die Hoffnung keimte, als ein Haslacher in der 76. Minute mit Gelb-Rot das Feld verlassen musste. Doch Schlanders war weiterhin von Pech verfolgt und der Gegner hatte sogar mehr Platz, seine schnellen Flügel einzusetzen.

Günther Schöpf
Günther Schöpf
Vinschger Sonderausgabe

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