Am 29.8.08 sprach sich der Gemeinderat in Latsch grundsätzlich für die Modernisierung und Erweiterung des Skicenters aus.

„Wir müssen ein eindeutiges Zeichen setzen“

Publiziert in 30 / 2008 - Erschienen am 3. September 2008
Latsch – Der Rat der Marktgemeinde Latsch hat sich in der Sitzung vom 29. August grundsätzlich für das Grobkonzept zur Modernisierung und Erweiterung des Skicenters Tarscher Alm ausgesprochen. Der gesamte Ausschuss und acht von neun anwesenden Räten haben dafür gestimmt. Mit einer Enthaltung war es zwar nicht das ganz „deutliche ­Zeichen für den Investor“, wie es Bürgermeister Karl Weiss seiner Ratsversammlung ans Herz gelegt hatte, aber die Entschlossenheit der Gemeindeverwalter, eine letzte Chance für das Skicenter zu ergreifen, drückte sie auf jeden Fall aus. Zusammen mit dem Fraktionspräsidenten Ernst Sachsalber aus Tarsch und dem Latscher Kontaktmann der zukünftigen Betreiber-Gesellschaft „Pure Nature GmbH“, Franz Rinner, verfolgten ein Vertreter des Beregnungskonsortiums und fünf Mitglieder einer Tarscher „Initiativgruppe“ die Wortmeldungen der Verwalter. „Pure Nature“ hatte in einem Schreiben um die „generelle Unterstützung der Gemeinde“ ersucht bei der Erarbeitung einer „gemeinsamen Studie zur Lösung des Verkehrs- und Parkplatzproblems“, bei der Frage der Wasserversorgung, bei Bauleitplanänderungen, Ansuchen von Lizenzen und bei Umwidmungen, eben eine „generelle Unterstützung des Masterplanes“. Bürgermeister Weiss eröffnete die Diskussion mit dem Satz: „Wir müssen auf Sicherheiten bestehen.“ Es folgten eine Reihe von Anmerkungen und Stellung­nahmen, in denen auf eine Klärung der Rolle der Rodelbahn gedrängt, vor zu schnelles Angehen beim Bau von neuen Pisten gewarnt und auf die Möglichkeit hingewiesen wurde, auf Infrastrukturen ­sitzen zu bleiben, weil alles auf ­einer Schulter laste. Es liege am Informationsmangel, wenn „Tarscher Bauern befürchten, in ihrer Wiese plötzlich eine Seilbahnstütze anzutreffen“, wurde überspitzt in den Raum geworfen. Heinrich Pirhofer, Gemeinderat aus Tarsch, teilte der Versammlung die Existenz einer weiteren Arbeitsgruppe mit, die sich schon zum Thema Wasserversorgung über einen Brief an den Gemeindeausschuss und an die Öffentlichkeit gewandt hätte (siehe Bericht auf Seite 9). Pirhofer gab zu bedenken, dass immerhin ein Mehrheits-Beschluss der Fraktionsverwaltung Tarsch vorliege, mit Ulten zusammen zu schließen. Das Risiko, wie im Falle von Naturns jahrelang auf eine Verkehrslösung warten zu müssen, bestehe ebenfalls. Realistisch zu bleiben, mitzudenken und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, forderten neben Bürgermeister Weiss auch seine Referenten (s) Die Tarscher rühren sich 11 junge Tarscher quer durch alle Schichten haben sich zu einer „Initiativgruppe“ mit ­Lukas Pirhofer Walzl als Koordinator zusammengeschlossen, um den Informationsfluss zu unterstützen, sich Meinungen anzuhören und Meinungen zu bilden, Experten aufzusuchen und die besten Lösungen für die Tarscher Bevölkerung zu suchen. Im Anschluss an die Gemeinderatssitzung durfte Philipp Trafoier als Sprecher der Gruppe die Zielsetzung dem Gemeinderat vorstellen. Mit der „Arbeitsgruppe bürgerliche und landwirtschaftliche Interessen“ beschäftigen sich in Tarsch gleich zwei Gruppierungen mit dem Ausbau des Skicenters. (s)
Günther Schöpf
Günther Schöpf

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