100 Jahre Max Gstrein
Latsch/Kastelbell - Familie, Freunde, Mitbewohner/innen des Seniorenwohnheims Latsch und viele weitere: Zahlreich waren die Gratulanten für Max Gstrein. Der Kastelbeller feierte am 9. April im Annenbergheim in Latsch seinen 100. Geburtstag. Damit ist er der älteste noch lebende Kastelbeller und der älteste Bewohner des Latscher Seniorenwohnheims. „Es ist für uns eine besondere Ehre, dass er sich hier wohlfühlt und sich seit sechs Jahren bei uns entfalten kann“, unterstrich Annenbergheim-Präsident Hubert Mantinger. Seit August 2020 weilt Max Gstrein hier.
„Lieber Max, heute ist dein Tag“, betonte Gustav Tappeiner, Bürgermeister der Gemeinde
Kastelbell-Tschars. Nicht nur Raum und Zeit hätten ihn über 100 Jahre begleitet, sondern es sei auch ein Jahrhundert der Veränderungen gewesen. „Das einfache bäuerliche Dorf Kastelbell, wie du es kennengelernt hast, hast du mitgestaltet und mitgeprägt“, lobte Tappeiner. 1926, in der Zeit des Faschismus geboren, erlebte Max Gstrein den Zweiten Weltkrieg als Jugendlicher mit. Nach dem Krieg begann er mit der Arbeit, baute einen erfolgreichen Tischlereibetrieb auf und gründete eine Familie. „Dein Lebensweg ist beeindruckend“, unterstrich der Bürgermeister. Mit seiner Art und seinem Wesen habe Max die Gemeinde geprägt. „Mit Mut und Fleiß hast du sichtbare Spuren durch die Tischlerei hinterlassen. Du hast immer geschaut, dass es allen gut geht, und dich für Frieden und Zusammenhalt eingesetzt – in der Familie und darüber hinaus“, so Tappeiner zu Gstrein. Seine positive Einstellung sei immer vorbildlich gewesen, „eine solche positive Einstellung bräuchte auch die heutige Gesellschaft“. Gratulationen überbrachten unter anderem auch der Latscher Pfarrer und Annenbergheim-Direktor Matthias Ladurner. „Ich bin sehr froh, dass ich erstmals bei einer 100-Jahr-Feier dabei sein kann, das war ich noch nie“, so Ladurner, seit Februar 2004 Direktor des Heims.
Eine große Familie
Max Gstrein ist Vater von sechs Kindern, drei Mädchen und drei Buben. Ein Sohn starb bereits vor ihm. Seine große Familie, darunter zahlreiche Enkel und Urenkel, feierte seinen Tag am 9. April im Annenbergheim ausgiebig mit. Sohn Norbert Gstrein bedankte sich bei den vielen Anwesenden, darunter auch frühere Mitarbeitende des Tischlereibetriebs sowie Verantwortliche der Freiwilligen Feuerwehr von Kastelbell. Eine Bläsergruppe aus Kastelbell sorgte genauso wie der Kirchenchor Rabland für die musikalische Umrahmung. Im Anschluss an den offiziellen Akt wurde im Saal des Annenbergheims noch weitergefeiert.