(von links) Ruth Kofler, Daniel Trafoier, Simon Thanei und Monika Aondio

1278 - Die Geschichte der Fürstenburg

Mächtig. Geheimnisvoll. Zeitlos.

Publiziert in 9 / 2026 - Erschienen am 5. Mai 2026

Burgeis - In den dunklen Zeiten des Mittelalters begann die Geschichte der Fürstenburg in Burgeis. Im Theaterstück „1278 – Die Geschichte der Fürstenburg“ nehmen der Maturant Simon Thanei, der Autor und Regisseur Daniel Trafoier und viele weitere Menschen das Publikum in elf packenden Stationen mit in eine Welt voller Geheimnisse, Wendungen und lebendiger Geschichte der Burg. Das Theaterstück ist das Maturaprojekt von Simon Thanei, Schüler an der Fachschule für Land- und Forstwirtschaft Fürstenburg. Als Theaterspieler aus Matsch wollte er einmal alles erleben, was Theater ausmacht: von der ersten Idee bis zur fertigen Aufführung, von der Bühne bis hinter die Kulissen. Einige Wochen vor der Premiere, die am 14. Mai stattfindet, hat die Bezirkszeitung „der Vinschger“ mit den wichtigsten Beteiligten ein Gespräch geführt:

der Vinschger: Wie war das Echo, als du deinen Plan für das Maturaprojekt vorgestellt hast?

Simon Thanei: Nach anfänglicher Skepsis bei den Erwachsenen sind diese mittlerweile auch sehr positiv eingestellt und unterstützen mich in jeglicher Hinsicht. Auch von den Praxislehrern bekomme ich viel Mithilfe.

Aus wie vielen Menschen besteht das Ensemble und woher kommen sie?

Die Mitglieder der Gruppe haben ein Alter von 14 bis 65 Jahren, es sind fünf Schüler der Fürstenburg sowie Mitglieder von JUVI (Jugendtheater Vinschau) und den Theaterbühnen Burgeis, Mals und Matsch, darunter auch meine Mutter und meine Schwester.

JUVI ist der Auftraggeber, du der Autor, Regisseur und Tutor des Maturanten Simon. Was wird im Spiel gezeigt?

Daniel Trafoier: Ja, JUVI ist der Träger dieses Projektes, Ruth Kofler ist die Dramaturgin und ich habe die Regie übernommen. Wir bewegen uns von Epoche zu Epoche, von Ereignis zu Ereignis und gleichzeitig auch von Ort zu Ort. Elf verschiedene Stationen werden bespielt, auf dem ganzen Burggelände verteilt. Deshalb sind auch pro Aufführung nur maximal 60 Personen zugelassen und leider sind die Orte für Gehbehinderte nicht zugänglich. Zwei Massenszenen wie die Calvenschlacht und eine emotionale Hexengeschichte werden das Publikum ebenso in den Bann ziehen wie alle anderen Szenen und Schauplätze.

Frau Kofler, Sie haben als Beraterin in der Projektfindung fungiert und jetzt  begleiten Sie Simon im Fach Projektmanagement. Was lernen Schülerinnen und Schüler in einem solchen soziokulturellen Projekt?

Ruth Kofler: Sie lernen sämtliche Schritte von der Initierung und Planung bis hin zur Durchführung und Evaluation eines Projektes; diese Schritte beinhalten verschiedene Tools, wie einen Meilensteinplan, einen Projektstrukturplan, sämtliche To-dos, die Kostenberechnung usw....  Sie lernen außerdem Termine verbindlich einzuhalten, rechtzeitig zu planen, mit den Vorgesetzten und Tutoren zu kommunizieren und im Austausch zu bleiben. Das Theaterprojekt „1278“  war eine große logistische Herausforderung; es beinhaltete viel Vorarbeit und u.a. auch Spielerakquise, Werbung und Marketing. Die Direktion hat uns auch bei diesem Projekt sehr unterstützt, ohne Mithilfe und Ressourcen wäre es nicht realisierbar gewesen.

Frau Direktor Aondio, Ihre anfängliche Skepsis ist überwunden? Freuen Sie sich auf dieses besondere Projekt, das die wechselvolle Geschichte der Burg beleuchtet?

Monika Aondio: Ich unterstütze solche Projekte, denn Schülerinnen und Schüler lernen dabei Organisation und Verantwortung und vieles fürs Leben, was mir sehr wichtig ist. Ich staune auch immer wieder, was für Ideen die jungen Menschen für ihre einmaligen, speziellen Projekte haben. Das Maturaprojekt vermittelt einen anderen Zugang zur Geschichte der Burg. Durch das Stationentheater wird die wechselvolle, über 700-jährige Geschichte der Fürstenburg sichtbar und macht Vergangenheit lebendig erlebbar.

Du bist ein langjähriges Mitglied von JUVI. Was hat dich gereizt, hier mitzuspielen?

Miryam: Wir sind eine coole Gruppe. Ich spiele diesmal mit tollen Menschen, die ich bisher nicht gekannt habe. Um die Rolle der Tschierver Hex habe ich gekämpft, denn sie war eine mutige Frau, ein Kräuterweiblein, das sich gewagt hat, aufzulehnen.

Wann wird gespielt?

Simon Thanei: Die Premiere ist am Donnerstag, 14.05.2026, 18:30 und 20 Uhr. Weitere Termine sind Freitag, 15.05.2026, 19 und 20:30 Uhr, Samstag, 16.05.2026, 17:30, 19 und 20:30 Uhr, Sonntag, 17.05.2026, 17:30, 19 und 20:30 Uhr sowie Montag, 18.05.2026, 19 und 20:30 Uhr, 348 93 87 131 und mein.juvi@gmail.com

Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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