Almsommer endet tragisch
Stilfs - Der Almsommer war für die Schafherden zwischen Stilfser Joch und Furkelhütte heuer leider verfrüht zu Ende. Die über 200 Schafe, die im Juni von mehreren Schafzüchtern aufgetrieben worden waren, mussten bereits Ende August bzw. schlussendlich Anfang September endgültig zurück in den Stall. Grund dafür sind mehrere Risse auf den Weideflächen. Erste Risse und vermisste Tiere gab es Ende August. Daraufhin wurden die Schafe abgetrieben, einige konnten dann wieder auf die Alm. Nachdem es zu einem weiteren Riss gekommen war, entschieden sich die Schafzüchter um Martin Kuntner, den Obmann des Schafzuchtvereins Ortler-Trafoi, dazu, auch diese Tiere von den Weideflächen zu holen. „Ich habe gesagt, wenn noch was passiert, müssen sie runter“, so Kuntner. Insgesamt seien knapp zehn Tiere gerissen worden, rund 20 Schafe würden fehlen. Die Vermutung, dass der Wolf für die Vorfälle verantwortlich ist, liege nahe. Derzeit werden Proben analysiert. In den nächsten Wochen oder Monaten soll feststehen, welches Tier für die Risse verantwortlich ist. „Wenn es so weitergeht, werden jedenfalls zahlreiche Schafzüchter mit ihrer Leidenschaft aufhören“, findet Kuntner klare Worte.