Im Bild (v.l.): Sabine Christandl, Magdalena Höchenberger und Richard Theiner beim Vortragsabend in Latsch.
Eindrücke aus Tansania.

Beeindruckende Erfahrungen in Tansania

Publiziert in 3 / 2026 - Erschienen am 10. Februar 2026

Latsch - Die beiden jungen Frauen, Sabine Christandl (23 Jahre) und Magdalena Höchenberger (22 Jahre), beide aus Taufers in Münstertal, haben kürzlich auf Einladung von Richard Theiner und dem Weltladen in Latsch einen spannenden Vortrag über ihre zwei Reisen in Tansania im Fraktionssaal des CulturForums gehalten. Es waren sehr viele Leute gekommen, unter ihnen einige, die auch in Tansania gewesen waren mit Irma Werth aus Eppan – auch im Publikum – mit der Hilfsorganisation „Irma hilft Tansania e.O.“  Nach den Grußworten des ehemaligen Landesrates Theiner, der seit Jahren mehrere Hilfsprojekte in der Welt tatkräftig unterstützt, ergriffen Sabine und Magdalena das Wort, um anhand einer Power Point Präsentation eindrucksvolle Fotos und kurze Videos ihre Reisen zu zeigen. Sie waren im Herbst 2024 und auch im vergangenen Jahr dort. Im Herbst waren sie in Tosamaganga, wo sie in einem Waisenhaus mitgeholfen haben. 130 Kinder zwischen Null und 15 Jahren sind dort untergebracht, circa 85 Prozent davon haben ihre Mutter bei der Geburt verloren. Auch lernten sie das Hirtenvolk Maasai kennen und durften ihren Ritualen beiwohnen. Sabine und Magdalena waren beeindruckt, wie naturverbunden und traditionsbewusst die Maasai heute noch sind. Das Thema Beschneidung bleibt allerdings ein heikles, merkten beide an. Im vergangenen Jahr hingegen waren sie in Sabuko in der Nähe des Kilimanjaros. Sie waren im Kindergarten, in der Landwirtschaft und in einer von Priestern privat geführten Grundschule tätig. Sabine verbrachte viel Zeit mit den Kindern und unterstützte sie am Nachmittag unter anderem bei den Hausaufgaben. Die Kinder mussten zur Schule hergebracht werden, zum Teil waren sie dabei sogar 10 Stunden unterwegs, dies zweimal im Jahr, die übrige Zeit verbringen sie im Internat. In der Grundschule waren 400 Kinder. Magdalena half vorwiegend in der Landwirtschaft mit! Auch hatten die Projektleiter vor Ort den Wunsch, dass die Studierenden aus Sabuko, die einen Teil ihrer Ausbildung dort absolvierten, Basiskenntnisse der deutschen Sprache erlernten. Daher war eine zentrale Aufgabe der beiden in dieser Zeit auch die Organisation und Umsetzung des gewünschten Sprachkurses. Zudem besuchten sie ein Zentrum für beeinträchtigte Kinder, auffallend waren dort die vielen Albino-Kinder, erklären sie. Was ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist von den beeindruckenden Erfahrungen, die sie in Afrika sammeln durften, waren: die Gastfreundschaft, Herzlichkeit, Zufriedenheit der Menschen, die stundenlangen Busfahrten, um ihre Ziele erreichen zu können und die sechsstündige Fronleichnamsprozession.

Daniela di Pilla

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