Im Naturnser Hallenbad tut sich weiter so einiges.
Rendering zu den Arbeiten im dritten Stock.
Rendering zu den Arbeiten im dritten Stock.
Rendering zu den Arbeiten im dritten Stock.

Bereit für größte Umbauphase 

Gemeinderat gibt Startschuss für umfangreiche Modernisierung der Erlebnistherme. Drei Baulose, über sieben Millionen Euro. 

Publiziert in 13 / 2026 - Erschienen am 14. Juli 2026

Naturns - Mit dem einstimmigen Beschluss des Naturnser Gemeinderates ist unlängst der Startschuss für die dritte und größte Umbauphase der Erlebnistherme gefallen. Verabschiedet wurden drei Projektleitdokumente, welche die Grundlage für die nun anstehenden Planungen und Ausschreibungen bilden. Es handelt sich dabei gewissermaßen um den offiziellen Auftakt der Projektierungsphase. In den kommenden Wochen soll die Ausschreibung der technischen Dienstleistungen (Architektur, technische Leistungen, Bauleitung) erfolgen, so dass noch im Herbst mit der Ausarbeitung der technisch-wirtschaftlichen Machbarkeitsstudie begonnen werden kann. Das Vorhaben wird in drei Bauprojekte aufgeteilt. Damit verfolgt die Gemeinde ein zentrales Ziel: „Die Erlebnistherme soll während der Bauarbeiten möglichst geöffnet bleiben, was mit lokalen Unternehmen möglich sein sollte, die sich hoffentlich an den Ausschreibungen der verschiedenen Gewerke beteiligen“, erklärte Gemeindereferentin Astrid Pichler. Mit dem größten Bauabschnitt, dem Neubau eines Technikraums, wird Platz für die Erneuerung der gesamten Schwimmbadtechnik geschaffen, so dass nur eine vorübergehende Schließung notwendig sein wird. Diese soll sich möglichst auf maximal einige Wochen beschränken. „Durch die Aufteilung der Arbeiten soll der Betrieb so wenig wie möglich eingeschränkt werden“, unterstreicht Pichler.

Kosten von über sieben Millionen

Neben der umfassenden Erneuerung der technischen Anlagen – darunter Wasser-, Heizungs- und Lüftungstechnik – wird auch der Saunabereich im Obergeschoss modernisiert und erweitert. Vorgesehen sind unter anderem neue Sport- und Regenerationsräume sowie eine Dachterrasse. Zudem entstehen medizinische und therapeutische Räumlichkeiten für Anwendungen mit dem Thermalwasser Kochenmoos II. In einem spezialisierten Rheuma & Vitalzentrum sollen künftig Patientinnen und Patienten behandelt werden können. Insgesamt wird derzeit mit Investitionskosten von über sieben Millionen Euro gerechnet. Vier Millionen Euro wurden seitens des Landes bereits schriftlich in Aussicht gestellt. Ein erheblicher Teil der Gesamtkosten entfällt auf die dringend notwendige Erneuerung der technischen Anlagen, die eine Steigerung der Energieeffizienz der gesamten Struktur und eine spürbare Verbesserung der Aufenthaltsqualität für die Badegäste mit sich bringt: Sie wurden seit der Eröffnung des Hallenbads vor rund 40 Jahren nicht mehr vollständig erneuert. 

Baubeginn Ende 2027

Der Brixner Ingenieur Leo Tabacchi stellte dem Gemeinderat die drei Projektleitdokumente im Detail vor. Er begleitet die Gemeinde als technischer Berater und übernimmt die fachliche Unterstützung während der Planungs- und Ausschreibungsphase. Tabacchi hat die vorliegenden Planunterlagen und die bisherige Machbarkeitsstudie überprüft und wird die Gemeinde bei der Vorbereitung der Ausschreibungsunterlagen und auch bei der Auswahl der technischen Planer unterstützen. „Er ist unser Vertrauensmann in technischen Fragen“, so Pichler. Die Planungen bauen auf dem Ideenwettbewerb aus dem Jahr 2016 auf. Diesen hatte damals Dejaco + Partner gewonnen; das Planungsteam zeichnete auch für die Realisierung der ersten beiden Umbauphasen der Erlebnistherme verantwortlich. Läuft alles nach Zeitplan, könnte bereits im Herbst das Team aus technischen Planern beauftragt werden, im Frühjahr sollen die ersten konkreten Pläne vorliegen. Der Baubeginn für die ersten Arbeiten wird derzeit für Ende 2027 angestrebt.

Michael Andres

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