Im Bild (v.l.): Johanna Niederkofler, Dietmar Rainer und Peter Grüner; ganz links ist das restaurierte Flurdenkmal (Bildstöckl) zu sehen.
Besichtigung des Mahlwerks der Gorfer Mühle mit Stefan Tappeiner.
Besichtigung des Mahlwerks der Gorfer Mühle mit Stefan Tappeiner.

„campus transhumanza“: Fest zum Projektabschluss

Publiziert in 11 / 2026 - Erschienen am 10. Juni 2026

Unser Frau - Am 7. Juni fand in Unser Frau in Schnals das Abschlussfest des Projekts „Senales in Movimento“ statt, das im Rahmen des Programms „NextGenerationEU“ finanziert wurde. Die Gemeinde Schnals und die Projektpartner luden zusammen mit der Musikkapelle Schnals und der Freiwilligen Feuerwehr Unser Frau zu einem Fest am Gelände des neuen Museums- und Kulturzentrums „campus transhumanza“ ein. Ende Juni endet die Laufzeit des PNRR-Projektes. Die Feier war Teil eines seitens des Kulturvereins koordinierten Projektbausteins. „Wir blicken auf drei intensive und arbeitsreiche Jahre zurück. Ich danke allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben. Die Inhalte desselben sind ein wichtiger Baustein für unsere Zukunft“, sagte Bürgermeister Peter Grüner, seines Zeichens auch Präsident des Museumsvereins. Der Museumsverein führt seit fast einem Jahr neben dem archeoParc auch das neue Museum und das Kulturzentrum „campus transhumanza“. Im Rahmen der Feier wurde ein Flurdenkmal vorgestellt, das Stefan Stauder aus Bozen auf einer Bergtour vor zwei Jahren am Gurgler Eisjoch entdeckt hatte. „Es handelt sich um ein Bildstöckl, das mit der 1962 eingestellten Transhumanz aus Ulten und aus dem mittleren Vinschgau über das Pfossental ins hintere Ötztal in Zusammenhang steht“, so der Präsident des Kulturvereins, Dietmar Rainer. Er hatte sich zusammen mit Kollegen des Bergrettungsdienstes Schnals um die Bergung des Denkmals gekümmert. Zusammen mit Siegfried Gurschler, Chronist und Gründungsmitglied des Kulturvereins, ist die zeitliche Einordnung der Ereignisse vor 1733 gelungen. Um die Gestaltung des Ausstellungsbereichs am „campus transhumanza“ kümmern sich Werner Weiss aus Juval sowie Walter Götsch und Sepp Santer aus Unser Frau. Alle drei kennen die Schaftriebe gut. Am Areal des „campus transhumanza“ gibt es noch weitere Neuigkeiten: In den vergangenen Monaten wurde das Mahlwerk der Gorfer Mühle restauriert und die Bretter-Säge, die als 1:1-Gebäudemodell im Gelände errichtet wird, hat ihr Wasserrad erhalten. „Schön, dass wir im Rahmen der Feier auch die Gorfer Mühle in Betrieb nehmen können“, freute sich Johanna Niederkofler, die für den Museumverein den archeoParc und „campus transhumanza“ leitet. Sie dankte den vielen Personen, die bei den Restaurierungsarbeiten mitgeholfen haben, allen voran ihrem Team, dem Gorfhof, Thomas Prezel und Klaus Kobler aus Karthaus, Steinmetz Harald Rainer aus Unser Frau, dem Heimatpflegeverein Naturns-Plaus und dem Sagmüllerhof Mölten. „Ich freue mich, dass auch die Säge bald betriebsbereit sein wird“, so Magdalena Alber, die zusammen mit Maschinenvorführer Stefan Tapeiner die Kulturvermittlung am „campus transhumanza“ gestaltet. „Die Gestaltung des ‚campus transhumanza‘ war das Herzstück unseres PNRR-Projekts“, blickt Sonja Santer zurück, die das Projekt 2022 als Kulturreferentin zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Karl Josef Rainer und Partnern aus Landwirtschaft, Handwerk, Kultur und Tourismus für die Gemeinde Schnals initiiert hatte. „Wir konnten mit dem Projekt die Weichen stellen für die Tätigkeit des neuen Museums und Kulturzentrums“, ergänzte ihr Nachfolger Otto Rainer. Am Areal wird es auch bald ein Gebäude für die bäuerlichen Vereine geben.

Redaktion

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