Einhelliges Ja zu zwei Projekten
Erweiterung der Tribünen und weitere Neuerungen beim Sportplatz in Goldrain. Vereinshaus in Morter wird energetisch saniert.
Latsch - Zum Auftakt der Sitzung des Latscher Gemeinderates am 30. Juni legte Bürgermeister Mauro Dalla Barba das programmatische Dokument für die Verwaltungsperiode 2025-2030 vor, dem alle anwesenden Ratsmitglieder zustimmten. Für die Umsetzung von zwei der vielen konkreten Vorhaben, die im Dokument aufgelistet sind, setzte der Gemeinderat im Zuge der Sitzung weitere Schritte. Ein Vorhaben betrifft Neuerungen beim Sportplatz in Goldrain und eines die energetische Sanierung des Vereins- bzw. Kulturhauses in Morter.
Enge Abstimmung mit dem Sportverein
Auf eine Erweiterung der Tribünen, eine Neugestaltung des Zugangs und weitere Neurungen wartet der ASV Goldrain Raiffeisen schon seit etlichen Jahren. Weil ein ursprünglich ins Auge gefasstes Projekt nicht finanzierbar war, „haben wir uns in Absprache und Abstimmung mit dem Sportverein darauf geeinigt, nur Maßnahmen zu setzen, die notwendig und aufgrund der Beengtheit des Sportareals überhaupt machbar sind“, schickte Sportreferent Manuel Platzgummer voraus. Die Architekten Florian Holzknecht und Thomas Stecher, die eine technische und wirtschaftliche Machbarkeitsstudie erstellt hatten, stellten dem Gemeinderat die Details des Vorhabens vor. Geplant ist eine Erweiterung der Tribünen, wobei ein Teil davon überdacht wird, der Bau eines Servicegebäudes mit Ausschank und kleiner Küche, die Errichtung neuer Toiletten, die Neugestaltung des Zugangs und weitere Neuerungen. „Der Sportverein wurde von Anfang an voll eingebunden. Er steht hinter dem Projekt und kennt auch den Kostenrahmen, den wir als Gemeinde vorgegeben haben“, präzisierte Platzgummer.
Knapp 800.000 Euro
Die Gesamtkosten des Projektes - sprich Baukosten, technische Spesen und Mehrwertsteuer - bezifferten die Architekten mit rund 773.000 Euro. Nicht inbegriffen sind die Einrichtung im Servicegebäude sowie die Schutzmatten. Der Gemeinderat genehmigte die Machbarkeitsstudie einstimmig. „Wir werden nun rasch um einen Beitrag seitens des Landes ansuchen und hoffen auf eine möglichst großzügige Unterstützung“, sagte Bürgermeister Dalla Barba. Es handle sich nichts „Übertriebenes“, sondern um einen höchst notwenigen, funktionellen Zweckbau. Endgültig sicherstellen werde die Gemeinde die Finanzierung im Zuge der Haushaltsgebarung im Herbst 2025.
Die „Hülle“ bleibt, sonst fast alles neu
Ebenfalls einstimmig genehmigt hat der Gemeinderat das Ausführungsprojekt für die energetische Sanierung des Vereinshauses in Morter. Auch auf die Umsetzung dieses Projektes wird schon seit Jahren gewartet. Vorgestellt haben die geplanten Maßnahmen Architekt Uwe Rinner sowie Ronald Patscheider von der „Ingenieure Patscheider & Partner GmbH“. Neu ist, dass im Zuge des Projektes im Kellergeschoss, das über eine Rampe erschlossen wird, ein Jugendtreff und weitere Räume für die Jugend untergebracht werden. Obschon viele Maßnahmen anstehen, wie etwa der Austausch von Fenster und Türen, die Dämmung des gesamten Gebäudes, die Anpassung an die Brandschutzbestimmungen, eine neue Heizung, die Neugestaltung der Eingänge, neue sanitäre Anlagen, die teilweise Neugestaltung des Saalbereichs und weitere Neuerungen, bleibt der bisherige Baucharakter des Vereinshauses erhalten. Auch das Dach bleibt bestehen. Die Anregung des Ratsmitgliedes Günther Eberhöfer, das Dach möglicherweise mit einer Photovoltaikanlage auszustatten, soll noch näher überprüft werden. Erfreut zeigten sich die Referentin Maria Kuppelwieser und der Bürgermeister, dass es gelungen ist, fast 800.0000 Euro aus dem Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die energetische Sanierung zu erhalten. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,710 Mio. Euro. Mauro Dalla Barba erinnerte daran, dass für die Finanzierung bereits im Vorjahr 550.000 Euro aus dem Mehrjahreshaushalt vorgezogen worden waren. Nun werde man beim Land um einen Beitrag ansuchen, um den Mehrjahreshaushalt wieder „auffüllen“ zu können. Detail am Rande: Das große Fresko im Saal bleibt erhalten. Auch die Küche kann bleiben, wie sie ist. Die Verwaltung hofft, baldmöglichst in die Ausschreibungsphase zu kommen. Namhaft gemacht hat der Gemeinderat am 30. Juni auch die Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde für eine Vielzahl von Gremien und Kommissionen. Im Rat der Bezirksgemeinschaft Vinschgau ist Latsch neben dem Bürgermeister zusätzlich mit dem Ratsmitglied Thomas Pichler vertreten.