Die Arbeiten wurden u. a. mit einer speziellen Großfräse aus Deutschland durchgeführt.
Nun ist die Straße wieder in perfektem Zustand.
Rund fünf Tage dauerten die aufwendigen Arbeiten an.
Baustellenleiter Klaus Patscheider.

„Feinschliff“ für den Tunnel

Bodenwellen sind Geschichte. Aufwendige Fräsarbeiten im neuen Umfahrungstunnel von Kastelbell und Galsaun.

Publiziert in 16 / 2026 - Erschienen am 8. September 2026

Kastelbell - Von Montag, 31. August, bis Freitag, 4. September, musste der vor rund drei Monaten eröffnete Umfahrungstunnel von Kastelbell und Galsaun gesperrt werden. Der Grund: Ausbesserungsarbeiten am Asphalt. So sorgten Bodenwellen bereits nach der Eröffnung für Diskussionen und auch Kritik. Warum sich diese gebildet hatten, konnte nicht vollständig geklärt werden. Möglicherweise könnten die hohen Temperaturen in den Sommermonaten dazu beigetragen haben. Frühere Ausbesserungsarbeiten seien jedoch nicht möglich gewesen, hieß es vonseiten der Verantwortlichen. Die Eröffnung des Tunnels sollte freilich nicht noch länger auf sich warten lassen. Die Wellen lagen nämlich stets im Toleranzbereich und stellten kein Sicherheitsrisiko dar. Somit gab es auch keine Bedenken, den Tunnel derweil zu eröffnen. „Früher konnten die Arbeiten nicht durchgeführt werden, auch wegen der Verfügbarkeit der Maschinen“, erklärt Klaus Patscheider, Baustellenleiter der Firma Mair. Diese hatte die Koordinierung der Arbeiten inne. Asphalttechnologe Manfred Gitterle zeichnete für die technische Begleitung verantwortlich. „Er hat Lösungen gesucht und gefunden“, lobt Patscheider. Für die Präzisionsfräsung wurde eine Spezialfräse samt Fahrer von der Firma Kutter aus Memmingen im Allgäu (Bayern) beauftragt.

Fahrkomfort verbessert 

Die Abteilung für Fräsarbeiten der Firma Kutter hat mit der Feinfräse und spezieller Messtechnik den Asphalt im Millimeterbereich abgetragen und damit die Bodenwellen im Belag schließlich entfernt. Die Trentiner Firma Viatek hat die Oberfläche mit einem spezialisierten Straßenvermessungsfahrzeug kontrolliert. Neben den Firmen Mair, Kutter und Viatek waren Riegler Kehrmaschinen, Sanin GmbH, PAC AG und Maier Anton beteiligt. Schlussendlich konnte der Fahrkomfort im Tunnel deutlich verbessert werden.

Feuerwehren rückten an

„Es hat alles gebraucht“, blickt Klaus Patscheider auf die intensiven Arbeiten zurück. Doch nun sei die Straße dank einer Feinfräsung im Millimeterbereich „perfekt“. Insbesondere die Staubbeseitigung war eine große Herausforderung. „Herkömmliche Kehrmaschinen waren dazu nicht imstande. Deshalb wurden die Freiwilligen Feuerwehren von Schlanders und Laas zu Hilfe gerufen. Ihnen gilt ein großer Dank“, so Patscheider. Die Tanklöschfahrzeuge bekamen die Lage mit ihren speziellen Düsen zur Staubbeseitigung schließlich in den Griff. Während der Arbeiten blieb die Umfahrungsstraße gesperrt, der Verkehr wurde durch die Ortszentren von Kastelbell und Galsaun umgeleitet. Für die Maßnahmen und Arbeiten im Tunnel zuständig waren die Abteilung Straßendienst des Landes und das Landeslabor – das u. a. dafür zuständig ist, die Qualität und Sicherheit der Baumaterialien auf Südtirols Straßen zu garantieren. Unterstützung erfolgte vonseiten der Gemeinde Kastelbell-Tschars.

Michael Andres

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