Freudentag für Eyrser Wehr
Zivilschutzgebäude und Tanklöschfahrzeug offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
Eyrs - „Lange haben wir auf diesen Tag gewartet, an dem das neue Zivilschutzgebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben und unser neues Tanklöschfahrzeug gesegnet wird“, unterstrich der Eyrser Feuerwehrkommandant Michael Telser am Sonntag, 30. August. Der Weg von der ersten Idee bis zum Tag der offiziellen Eröffnungsfeier sei lang gewesen, „erforderte viel Geduld, Planung, Arbeit und nicht zuletzt ein stabiles Nervenkostüm“, unterstrich Telser. Doch mit dem neuen Gebäude habe die Feuerwehr auch eine neue Heimat gefunden. Kurz vor der Eröffnungsfeier, nämlich am 27. August, dem Gründungsdatum der seit 1922 bestehenden Freiwilligen Feuerwehr Eyrs, war der Einzug in die Räumlichkeiten erfolgt. „Ein neues Zivilschutzgebäude ist weit mehr als nur ein Gebäude. Es ist ein Ort der Sicherheit, der Ausbildung und der Kameradschaft“, betonte Telser. Der Kommandant blickte auch auf die Bauphase und die Herausforderungen zurück. Die alte Halle sei nicht mehr zeitgemäß gewesen. „Das Gerätehaus platzte aus allen Nähten“, so Telser. Gemeindeverwaltung, Land und Feuerwehrbezirk seien stets hinter den Wehrleuten gestanden und unterstützten den Bau einer neuen Halle. 2023 stimmte der Gemeinderat dem Vorprojekt für das neue Zivilschutzzentrum einhellig zu, 2024 wurde mit den Aushubarbeiten begonnen. Aufgrund von Wassereintritten mussten die Arbeiten kurzzeitig eingestellt und das Projekt etwas angepasst werden. Schlussendlich dürfe man sich über ein neues, funktionelles, modernes und geräumiges Gebäude freuen, so Telser. Auch mit der anfangs gewöhnungsbedürftigen Farbe Grün habe man sich anfreunden können. „Grün ist die Farbe der Hoffnung, der Hoffnung, dass wir immer dort helfen können, wo unsere Hilfe notwendig ist“, betonte der Feuerwehrkommandant. Die Schwierigkeiten habe man gemeinsam lösen können, sagte auch der zuständige Architekt Roland Baldi. Die Gesamtkosten für das Gebäude betrugen 5,1 Millionen Euro statt der anfangs angeführten 5,7 Millionen Euro. Weitere 900.000 Euro wurden in dazugehörige Infrastrukturprojekte mit u. a. Parkplatz und Erschließungsstraße investiert.
„Es braucht die Menschen“
„Es war nicht immer ein einfacher Weg“, erinnerte auch die Laaser Bürgermeisterin Verena Tröger und freute sich über den gelungenen Abschluss. „Das Haus ist für euch gebaut worden, möge es euch bei eurer wichtigen Arbeit unterstützen“, so Tröger. Bei allen Diskussionen sei immer daran zu denken, dass das Kapital einer Freiwilligen Feuerwehr nicht das Haus oder ein Tankwagen ist, „sondern die Menschen“. Landesrätin Rosmarie Pamer schlug in dieselbe Kerbe: „Wir können viel tun, was Infrastrukturen betrifft, am Ende aber braucht es die Menschen. Ein großes Vergelt’s Gott für euren ehrenamtlichen Einsatz.“ Die Politik müsse für die passenden Rahmenbedingungen sorgen und stehe stets an der Seite der Feuerwehren. Pamer lobte die Laaser Gemeindeverwaltung für ihre Weitsicht. Gratulationen und lobende Worte für die Eyrser Wehr überbrachten auch Landesfeuerwehrpräsident Martin Künig, Bezirksfeuerwehrpräsident Roman Horrer und Fraktionspräsident Reinhard Kurz. Besonders hervorgehoben wurde vor allem der Einsatz von Kommandant Michael Telser. „Er hat den Bau begleitet, als wäre es sein eigener“, so Horrer.
Dank an Telser und Alber
Vizekommandant Felix Alber stellte das neue Tanklöschfahrzeug vor, als Fahrzeugpatinnen fungieren Deborah Riedl und Simone Mair. Landesfeuerwehrkurat P. Reinald Romaner segnete Gebäude und Fahrzeug. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden Kommandant Telser und sein Stellvertreter Alber für ihren Einsatz entsprechend gewürdigt. Zum Dank wurden ihnen seitens der Freiwilligen Feuerwehr Eyrs speziell angefertigte Kunstwerke des Eyrser Künstlers Thomas Biedermann überreicht. Die Musikkapelle Eyrs sorgte für die musikalische Unterhaltung, die Zivilschutzgruppe Prad für die Ausgabe von Speis und Trank.