Gedenktour zum Eisseepass
Sulden/Martell - Schützen und Marketenderinnen aus Göflan, Kortsch, Tschars und Kaunerberg im Bezirk Landeck unternahmen im August eine anspruchsvolle Gedenkbergtour zum Eisseepass. Anlass war das 10-jährige Bestehen des Gedenkkreuzes, das dort im Jahr 2015 im Rahmen der grenzüberschreitenden Aktion „An der Front“ errichtet worden war. Ziel dieser Initiative war es, an die Geschehnisse an der Ortlerfront und im Ersten Weltkrieg zu erinnern. Ausgangspunkt der Gedenktour war Sulden. Von dort aus ging es mit der Seilbahn zur Schaubachhütte, ehe der anspruchsvolle Anstieg über den Stecknerweg zur Eisseespitze in Angriff genommen wurde. Am Gipfel steht dort ein Kreuz aus Göflaner Marmor, ebenfalls ein stilles Zeichen des Gedenkens. Ziel war der Eisseepass, wo das 2015 errichtete Gedenkkreuz steht. Am Pass fand eine Andacht statt, begleitet von stiller Einkehr und Worten zur Geschichte. Mit dabei war auch Manfred Haringer, ein ausgesprochener Kenner der Ortlerfront, der eindrucksvoll die historischen Hintergründe des Frontverlaufs und die Bedeutung des Eisseepasses während des Ersten Weltkriegs erklärte. Teilgenommen haben auch drei Mitglieder des Alpenvereins Halle, die an die Hallesche Hütte erinnerten. Diese wurde bereits 1897 erbaut und war eine wichtige alpine Schutzhütte am Eisseepass. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde sie von den italienischen Alpini zerstört und nicht wieder aufgebaut, ein weiteres stilles Zeugnis der Konflikte in den Bergen. Im Anschluss an das Gedenken führte der Abstieg zur Zufallhütte, wo die Tour in gemütlicher Runde ihren Ausklang fand.