Im Bild (v.l.): Tomás Drobný, Bürgermeister von Kostelní Lhota, Theres Friewald-Hofbauer (Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung), Petra Pecková (Kreishauptfrau von Mittelböhmen), die Delegation der Gemeinde Taufers im Münstertal mit Daria Habicher, Angelika Pircher und Roselinde Gunsch, Johanna Mikl-Leitner (Vorsitzende der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung sowie Landeshauptfrau) und die Juryvorsitzende Nadja Häupl.

Gold für Taufers im Münstertal

Auszeichnung beim Europäischen Dorferneuerungspreis in Tschechien entgegengenommen.

Publiziert in 17 / 2026 - Erschienen am 22. September 2026

Taufers im Münstertal - Drei Tage lang stand Kostelní Lhota in Mittelböhmen kürzlich ganz im Zeichen des Europäischen Dorferneuerungspreises EV!RA 2026. Die Gemeinde Taufers im Münstertal, die beim „European Village Renewal Award 2026“, dem Europäischen Dorferneuerungspreis, bereits vor einiger Zeit mit Gold ausgezeichnet worden war, war mit einer Delegation vor Ort und nahm die Auszeichnung bei der feierlichen Preisverleihung in der Tschechischen Republik nun auch offiziell entgegen.

Drei Tage Begegnung, Austausch und europäisches Netzwerk

Kostelní Lhota, die Gemeinde, die den Europäischen Dorferneuerungspreis 2024 gewonnen hatte, wurde für drei Tage zum Treffpunkt der teilnehmenden Gemeinden aus ganz Europa. Neben der offiziellen Preisverleihung standen vor allem Begegnung, Erfahrungsaustausch und das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Für Taufers im Münstertal waren Bürgermeisterin Roselinde Gunsch, Gemeindereferentin Angelika Pircher und Koordinatorin Daria Habicher nach Tschechien gereist. Drei Tage lang erwartete die Delegation ein umfangreiches Programm bei der Siegergemeinde des vorherigen Wettbewerbs. Die Delegationen der ausgezeichneten Gemeinden erhielten Einblicke in die Entwicklung von Kostelní Lhota sowie andere, nahegelegene Ortschaften und konnten sich im Rahmen unterschiedlicher Formate über Projekte, Erfahrungen und Herausforderungen austauschen.

„Große Anerkennung der bisherigen Arbeit“

Für Taufers im Münstertal bot sich außerdem die Gelegenheit, die eigene Entwicklung im europäischen Kontext zu präsentieren und neue Kontakte zu anderen Gemeinden mit ähnlichen Fragestellungen und unterschiedlichen Lösungsansätzen zu knüpfen. „Die Auszeichnung mit Gold ist für uns eine große Anerkennung der bisherigen Arbeit der Gemeinde Taufers. Besonders wertvoll ist aber auch das Netzwerk, das durch diesen Wettbewerb entstanden ist. Der Austausch mit den anderen Gemeinden zeigt, dass viele Herausforderungen ähnlich sind, gleichzeitig aber ganz unterschiedliche Wege gefunden werden, damit umzugehen“, betont Bürgermeisterin Roselinde Gunsch.

Gesamtsieg für Valposchiavo

Den Gesamtsieg des European Village Renewal Award 2026 errang Valposchiavo im Schweizer Kanton Graubünden mit dem Projekt „100 % Valposchiavo“. Taufers im Münstertal zählt gemeinsam mit sechs weiteren Gemeinden zu den Goldpreisträgern. Die Preisverleihung in Kostelní Lhota machte deutlich, dass der Wettbewerb weit über eine reine Auszeichnung hinausgeht. Die teilnehmenden Gemeinden bilden ein europäisches Netzwerk, in dem Erfahrungen, Ideen und Lösungsansätze ausgetauscht werden. Gerade für kleinere und peripher gelegene Gemeinden eröffnet dieser Austausch neue Perspektiven und stärkt die Zusammenarbeit über Gemeinde- und Landesgrenzen hinweg.

Wiedersehen in zwei Jahren

Das nächste Treffen des Netzwerks steht bereits fest: In zwei Jahren wird die Preisverleihung beim aktuellen Gesamtsieger Valposchiavo stattfinden. Auch Taufers im Münstertal wird dort wieder vertreten sein. Roselinde Gunsch: „Wir freuen uns bereits auf das Wiedersehen in Valposchiavo. Das Netzwerk ist für unsere Gemeinde eine große Bereicherung. Es ermöglicht uns, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, andere Entwicklungen kennenzulernen und gleichzeitig unsere Erfahrungen weiterzugeben.“ Mit der offiziellen Entgegennahme des Goldpreises in Kostelní Lhota findet der Bewerbungsprozess für Taufers im Münstertal seinen Abschluss. Gleichzeitig beginnt damit ein weiterer Abschnitt des europäischen Austauschs: Die Gemeinde möchte die geknüpften Kontakte weiter pflegen und die Impulse aus dem Wettbewerb für die eigene Dorfentwicklung nutzen. Gleichzeitig bedankt sich die Gemeinde bei den vorherigen Gemeindeverwaltungen sowie den Bürger/innen und Vereinen für ihr Mitwirken während der Bewerbungsphase.

Redaktion

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