Vertreterinnen und Vertreter des Landes, der LEADER-Gebiete und der Lokalen Aktionsgruppen haben am 24. September im Sarner Bürgerhaus eine Zwischenbilanz gezogen.

Halbzeitbilanz LEADER Südtirol

Erfolgreiche Regionalentwicklung und klare Perspektiven für die Zukunft. Auch Projekte aus dem Vinschgau vorgestellt.

Publiziert in 19 / 2026 - Erschienen am 20. Oktober 2026

Sarnthein/Vinschgau - Unter dem Motto „Zwischenbilanz LEADER 2023-2027 und Perspektiven für die Regionalentwicklung in Südtirol“ trafen sich am 24. September im Sarner Bürgerhaus Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Gemeinden, Vereinen sowie zahlreiche Projektträgerinnen und Projektträger. Eingeladen hatten die sechs Südtiroler LEADER-Gebiete Eisacktaler Dolomiten, Pustertal, Sarntaler Alpen, Südtiroler Grenzland, Vinschgau und Wipptal. Das LEADER-Gebiet Vinschgau war u.a. mit der Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch, den Bürgermeisterinnen Verena Tröger und Christine Kaaserer, den Bürgermeistern Peter Grüner und Mauro Dalla Barba sowie mit Urban Rinner, Rita Egger, Raimund Prugger, Karl Pfitscher, Peter Pfeifer, Philipp Brunner, Friedl Sapelza, Peter Luis Thaler, Verena Gufler und Martina Götsch vertreten. 

Bisherige Ergebnisse und Ausblick

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die bisherigen Ergebnisse der laufenden Förderperiode 2023-2027, die Vorstellung ausgewählter Projekte aus allen Südtiroler LEADER-Gebieten sowie der Ausblick auf die Zukunft der Regionalentwicklung. Die Zwischenbilanz zeigt die hohe Nachfrage nach dem Förderprogramm: Bereits 84 Projekte wurden in der aktuellen Periode ausgewählt, während 81 Prozent der verfügbaren Projektmittel bereits gebunden sind. Anhand konkreter Beispiele aus den sechs LEADER-Gebieten wurde deutlich, wie vielfältig die Wirkungen des Programms sind. Die vorgestellten Projekte reichen von innovativen Maßnahmen in der Landwirtschaft über nachhaltige Tourismus- und Mobilitätsprojekte bis hin zur Aufwertung von Kultur- und Freizeitinfrastrukturen. Aus dem Vinschgau präsentierte die Bezirkspräsidentin Roselinde Gunsch die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Vinschgau und Philipp Brunner stellte das Projekt der Modernisierung des Erdbeeranbaus der MEG Martell vor. In ihren Stellungnahmen unterstrichen die politischen Vertreter des Landes die große Bedeutung von LEADER für Südtirol. Landesrätin Magdalena Amhof hob hervor, dass LEADER auf dem bewährten Bottom-up-Prinzip basiert und Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Entwicklung ihrer Regionen einbindet. Landesrat Luis Walcher verwies auf die zentrale Rolle der ländlichen Räume für die Zukunft Südtirols und die Bedeutung regionaler Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung.

Wirksame Impulse für die Entwicklung

Auch Landeshauptmann Arno Kompatscher würdigte die Arbeit der Lokalen Aktionsgruppen. Projekte, die gemeinsam von den Menschen vor Ort entwickelt werden, seien besonders nachhaltig und wirkungsvoll. Das investierte Geld sei „Gold wert“, da die Projekte gemeinsam vor Ort erarbeitet werden und langfristig wirksame Impulse für die Entwicklung der Regionen setzen. Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war die Übergabe eines gemeinsamen Positionspapiers der sechs Südtiroler LEADER-Aktionsgruppen an die Landesregierung. Die Präsidentinnen und Präsidenten der Lokalen Aktionsgruppen sprechen sich darin für eine starke Fortführung von LEADER nach 2027 aus, für ausreichende finanzielle Mittel sowie die Stärkung der lokalen Entscheidungskompetenzen. Zudem wurden Vorschläge für eine vereinfachte Regionalförderung vorgestellt, darunter ein One-Stop-Shop für Förderungen und ein Regionalentwicklungsfonds für Kleinprojekte.

Weit mehr als Förderprogramm

Die Veranstaltung machte deutlich, dass LEADER weit mehr ist als ein Förderprogramm. Durch die enge Zusammenarbeit von Gemeinden, Vereinen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern entstehen innovative und nachhaltige Projekte, die die Lebensqualität in den ländlichen Räumen Südtirols langfristig stärken. Die sechs LEADER-Gebiete setzen sich deshalb gemeinsam dafür ein, dass dieser erfolgreiche Ansatz auch in der Förderperiode 2028-2034 eine starke Zukunft hat.

Redaktion

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