Gottfried Niedermair bei der Vorstellung, sitzend links Massimo Gargano.
Zahlreiche Zuhörer/innen waren in der neuen Aula der Parlamentsfraktionen der Abgeordnetenkammer in Rom zu Gast.

Hoffnung auf Millionen aus Rom

Publiziert in 10 / 2026 - Erschienen am 19. Mai 2026

Rom/Schlanders - „Wir können zuversichtlich sein, dass wir einige Förderungen erhalten“, unterstreicht Gottfried Niedermair gegenüber dem der Vinschger. Im April war der Direktor des Bonifizierungskonsortiums Vinschgau in Rom, um bei den zuständigen Ministerien Bewässerungsprojekte direkt vorzustellen. Zur Erinnerung: Das Bonifizierungskonsortium plant neue Großprojekte und hofft dabei auf staatliche Unterstützung. Massimo Gargano, Generaldirektor der ANBI, des staatlichen Verbandes der Bonifizierungs-, Bodenverbesserungs- und Beregnungskonsortien, hatte bereits bei einer Vorstellung in Latsch (siehe der Vinschger 3/2026) seine Unterstützung signalisiert.

Rund 34 Millionen Euro

Kern der Planung sind zwei Projekte zur Umstellung von rund 1.300 Hektar landwirtschaftlicher Flächen auf moderne Tropfbewässerung. Damit würde ein Großteil des rund 5.000 Hektar umfassenden Obstbaugebiets im Vinschgau effizient bewässert. Die Investitionen belaufen sich auf etwa 25 Millionen Euro für Gebiete in Latsch, Morter, Tschirland, Staben und Tabland sowie auf 8,6 Millionen Euro für Flächen in Latsch und Kortsch. Vorgesehen sind unter anderem eine neue Filter- und Messtechnik sowie der Ausbau der Leitungsnetze. Die Umsetzung soll rund drei Jahre dauern. Die Finanzierung soll größtenteils über staatliche Fonds zur Wasserversorgung erfolgen, mit möglichen Beiträgen von bis zu 80 bis 90 Prozent. Die restlichen Kosten tragen anteilsmäßig die Landwirte.

Entscheidung noch im Sommer? 

„Im Gegensatz zu anderen Projekten, die von italienischen Regionen vorgestellt wurden, haben unsere bereits die Genehmigungsverfahren in baurechtlicher und umweltrechtlicher Hinsicht durchlaufen“, erklärt Niedermair. Dies könnte ein entscheidender Vorteil sein. In Rom im Detail vorgestellt wurde das Projekt im Umfang von rund 25 Millionen Euro, das derzeit Priorität genießt. Eine Entscheidung über die Finanzierung könnte voraussichtlich im Sommer fallen. Mit der Realisierung wäre das Obstbaugebiet im Vinschgau dann größtenteils mit Tropfbewässerung ausgestattet.

Michael Andres

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