Auch dieser Teil der Hofgasse soll neugestaltet werden.
Bürgermeister Mauro Dalla Barba (links) und sein Vize Christian Stricker.
Harald Stampfer (links) und Martin Pircher stellten das Vorhaben vor.

Hofgasse bekommt neues Gesicht

Mehr Sicherheit und mehr Raum für Fußgänger.

Publiziert in 7 / 2026 - Erschienen am 8. April 2026

Latsch - „Mit unserem Leitbild haben wir es uns zum Ziel gesetzt, Straßenabschnitte, die breit und viel befahren sind, sozusagen den Fußgängern zurückzugeben“, unterstrich Bürgermeister Mauro Dalla Barba beim Infoabend am 19. März im CulturForum zur Vorstellung der Neugestaltung der Latscher Hofgasse. Ein Teilabschnitt der Straße, und zwar ab der Kreuzung zum Zafigweg bis zur Stelle, wo sie sich mit dem Plafatweg teilt, soll sicherer gemacht werden. Die beiden Geometer Harald Stampfer und Martin Pircher stellten die geplanten Maßnahmen vor. „Es ist eine sehr breite Straße, jeder weiß, wie da gefahren wird. Wir wollen der Straße die Breite nehmen, dass man aber dennoch vorankommt“, erklärte Stampfer. So sollen aus den acht Metern Breite fünf Meter für den Fahrzeugverkehr werden bzw. drei Meter mit einem variablen Gehsteig. „An gewissen Stellen wird der Verkehr auf ein Auto reduziert“, so Stampfer. Der Gehsteig wird erweitert, einzelne hohe Bäume sollen gesetzt werden, die Übersicht bleibe aber gewährleistet. Auch sollen Bereiche wie rund um die Bäume gepflastert werden, etwa nahe der Kreuzung zum Zafigweg. Dort sei der Verkehr aufgrund der drei Meter breiten Fahrbahn für ein Fahrzeug vorgesehen, es bestehen aber trotz Baum und Pflasterung Ausweichmöglichkeiten. Auch auf dem weiteren Teil der Fahrbahn mit drei Metern könne man problemlos auf den Gehsteig ausweichen, später verbreitere sich die Straße wieder auf fünf Meter. Auch die Einfahrt zum Furterweg werde gepflastert. Der verantwortliche Referent und Vize-Bürgermeister Christian „Didi“ Stricker erklärte, dass im Gegensatz zum Seilbahnweg – an den dieses Projekt erinnert – nicht alles gepflastert sei, sondern nur einzelne Bereiche. „Wir wollen die Geschwindigkeit mit diesen Maßnahmen nach unten kriegen. Das ist hier dringend nötig. Wenn man langsamer fährt, haben alle leicht Platz“, unterstrich Stricker. Von Straßenerhöhungen wurde, aufgrund des starken landwirtschaftlichen Verkehrs, der zu den vielen Feldern hinausführt, abgesehen. Die Maßnahmen erstrecken sich bis zum Beginn des Plafatwegs bzw. bis zur Einmündung der Hofgasse. Beim Plafatweg entsteht dort auch ein Zebrastreifen, zudem sollen bei beiden Straßen optische Maßnahmen zur Verkehrsreduzierung gesetzt werden. Die Kosten des gesamten Projekts belaufen sich auf 280.000 Euro, 100.000 Euro für die ohnehin nötige Straßenasphaltierung inbegriffen. „Somit wären wir bei 180.000, was die Gestaltung anbelangt. Aber das ist zweitrangig“, betonte Bürgermeister Dalla Barba auf Nachfrage einer Zuhörerin und erinnerte daran, dass man auch dieses Projekt ohne Kredit stemme und in den letzten sieben Jahren noch nie Geld geliehen habe.  

„Sonst passiert früher oder später etwas“

In der anschließenden Diskussion wurde die Frage aufgeworfen, warum die Maßnahmen nur bis zur Kreuzung Plafatweg/Hofgasse erfolgen und nicht weiter entlang der Hofgasse. Es handle sich um „eine Rennstrecke, da in Richtung Industriezone hinaus“, hieß es aus dem Publikum. Dalla Barba erklärte, dass dies für die Gemeinde nicht möglich sei, da die Straße ab der Kreuzung Eigentum des Bonifizierungskonsortiums sei. Anwesende Landwirte unterstrichen, dass sie in die Apfelanlagen müssen, um zu arbeiten und die Gemeinde besser kontrollieren solle, dass auch nur jene durchfahren, die berechtigt dafür sind – also Bewohner/innen der Wohnbauzonen und Bauern, die ihre Felder bewirtschaften. Der Bürgermeister entgegnete, dass man nicht die Ressourcen habe, ständig zu kontrollieren. Man habe aber bei sämtlichen Maßnahmen sehr wohl auf die Landwirtschaft Rücksicht genommen und werde dies auch bei den Arbeiten tun. Terminlich dürften die Bauarbeiten damit voraussichtlich erst im nächsten Jahr beginnen, oder bereits – falls doch möglich – noch bis Juli. „Aber sicher nicht während der Erntezeit“, versprach der Bürgermeister. Zuhörer Manuel Spada plädierte, dass sich Gemeinde und Bonifizierung zusammensetzen und Gedanken machen sollten, was für die Sicherheit des weiteren Straßenverlaufs der Hofgasse getan werden könne. Vor allem die Kurve vor der Wohnbauzone sei gefährlich. „Da passiert sonst früher oder später etwas“, betonte Spada. Dalla Barba erklärte, dass dies bekannt sei und man um Lösungen bemüht sei.

Michael Andres

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