Die ca. 100 Jahre alte Brücke über den Plimabach wird durch eine neue Stahl-Beton-Brücke ersetzt und mit einem ca. zwei Meter breiten Geh- und Radweg ausgestattet.
Entlang des Abschnittes der Landestraße von der Industriezone Latsch bis Goldrain soll eine Fußgänger- und Radwegverbindung geschaffen werden.

„Ich verstehe die Landwirtschaft, aber …“

Publiziert in 16 / 2025 - Erschienen am 9. September 2025

Latsch/Goldrain -  Für den Neubau der rund 100 Jahre alten Brücke über den Plimabach in der Nähe der Industriezone Latsch erfolgte kürzlich der Zuschlag der Arbeiten. Die Brücke liegt an der Landesstraße, die an zwei Punkten an die Staatstraße anschließt und nicht nur die Dörfer Latsch und Goldrain durchquert, sondern auch die Gewerbegebiete von Latsch und Schlanders. Die derzeitige Brücke wird mit einer neuen, knapp 27 Meter langen Stahl-Beton-Brücke ersetzt und mit einem ca. zwei Meter breiten Geh- und Radweg ausgestattet. Gewonnen hat die Ausschreibung der Bauarbeiten die Firma C.T.S srl aus Scurelle im Trentino. Die Gesamtkosten der Arbeiten waren im Mai 2025 mit rund 2 Millionen Euro beziffert worden. Zur Frage des Beginns der Arbeiten, die im Rahmen der jüngsten Sitzung des Latscher Gemeinderates Günther Eberhöfer aufwarf, verwies Bürgermeister Mauro Dalla Barba darauf, dass sie im Zeitfenster zwischen dem Abschluss der Apfelernte 2025 und dem Beginn der Vegetationsperiode 2026 durchgeführt werden sollten. In einer Pressemitteilung des Landes vom 14. August hieß es, „dass die Bauarbeiten Anfang 2026 beginnen sollen.“ Für die Durchführung seien 196 Tage vorgesehen.

„Dieser Herausforderung müssen wir uns stellen“

Unmissverständlich klargestellt hat Mauro Dalla Barba im Zuge der Diskussion, dass sich die Verwaltung unabhängig vom Neubau der Brücke über die Plima dafür stark machen werde, eine Fußgänger- und Radverbindung zwischen der Industriezone und Goldrain zu schaffen. Prioritär sei der Aspekt der Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Der Bahnhof in Goldrain liege der Industriezone näher als jener in Latsch. Die Bedenken der Landwirtschaft verstehe er zwar, speziell jene in Bezug auf eine etwaige Einschränkung bei der Bewirtschaftung, „aber am Vorhaben einer sicheren Verbindung für Fußgänger und Radfahrer in diesem Bereich wird festgehalten. Das ist eine große Herausforderung, der wir uns zu stellen haben.“ Gefragt sei ein Miteinander und die Bereitschaft für Kompromisse, um zu einer langfristigen Lösung zu kommen. Vizebürgermeister Christian Stricker stellte sich hinter die Argumentation von Mauro Dalla Barba. Auch er meinte, dass nicht die Bereitstellung der Grundflächen das eigentliche Problem sei, sondern die Bedenken einer möglichen Einschränkung der Bewirtschaftung der Obstwiesen.
  

Josef Laner

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