Ja zum Leben, nein zu Drogen
Die Mittelschule Glurns setzt starkes Zeichen für Prävention.
GLURNS - Wer dieser Tage an der Mittelschule Glurns vorbeikommt, dem fällt sofort die weiße Fahne mit der Aufschrift „Ja zum Leben, nein zu Drogen“ ins Auge. Sie macht auf ein wichtiges Projekt aufmerksam, das die Schule im Februar in den dritten Klassen durchgeführt hat. Einen Monat lang standen Konsum, Risikoverhalten und Sucht im Mittelpunkt des Unterrichts – und zwar mit einem klaren Ziel: Hinschauen statt wegsehen.
Warum ein Präventionsmonat?
Die Pubertät ist eine Phase voller Veränderungen. Jugendliche suchen ihren Platz, testen Grenzen und orientieren sich stark an Gleichaltrigen. Dabei können Unsicherheiten entstehen – und auch riskante Verhaltensweisen. Die Mittelschule Glurns wollte die Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit nicht allein lassen. Ziel war es, ihnen Wissen, Orientierung und Unterstützung zu bieten, sie nicht zu belehren, sondern sie einzuladen zum Nachdenken, Fragen und gemeinsamen Gespräch. So sollten die Jugendlichen lernen, wie sie mit Druck umgehen, Entscheidungen treffen und Risiken einschätzen können.
Vielseitiges Programm
Der Präventionsmonat im Februar bot den Schülerinnen und Schülern der dritten Klassen verschiedenste Aktivitäten und Erfahrungsräume. Besonders beeindruckt und zum Nachdenken angeregt hat das authentische Rollenspiel des sozialpädagogischen Teams, in dem ein betroffener Suchtkranker Rede und Antwort stand. Die Schule betont, dass Prävention nur im Zusammenspiel aller Beteiligten gelingen kann. Eltern seien oft die Ersten, die Veränderungen bei ihren Kindern wahrnehmen. Die Schule bietet neben der Präventions- und Beziehungsarbeit mit den Jugendlichen Beratung, Austauschmöglichkeiten und Unterstützung auch für Eltern an.
Sichtbares Zeichen
Mit dem Präventionsmonat setzte die Mittelschule Glurns ein deutliches Zeichen: Hinschauen, informieren, sprechen und gemeinsam Verantwortung tragen. Die weiße Fahne vor dem Schulgebäude soll diese Botschaft sichtbar machen – auch über den Februar hinaus. Sie erinnert daran, dass Aufklärung und Prävention keine einmaligen Aktionen sind, sondern eine kontinuierliche gemeinsame Aufgabe.