Kein Rekordjahr, aber starke Bilanz
Viva:Latsch mit guter Jahresbilanz trotz leichtem Besucherrückgang im AquaForum. Vieles ist in Bewegung.
Latsch - Erfreuliche Zahlen konnten Simon Schatzer, Betriebsleiter der Viva:Latsch GmbH, sowie Dolores Stecher, Präsidentin des Verwaltungsrates der Viva:Latsch, bei der Gemeinderatssitzung am 27. April präsentieren. Es hat fast schon Tradition, dass auf das vorausgegangene Jahr zurückgeblickt und der Gemeinderat über den Status quo und Zahlen der gemeindeeigenen Struktur informiert wird. Zur Erinnerung: Bei der Viva handelt es sich um eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Gemeinde. Sie verwaltet die Latscher Sportanlagen: das AquaForum, das IceForum und das SportForum. „Die Viva:Latsch hat dementsprechend einiges an Budget zu verwalten und eine große Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden“, erklärte Bürgermeister Mauro Dalla Barba und dankte vor allem Simon Schatzer und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Dolores Stecher und dem gesamten Verwaltungsrat sowie Sportreferent Manuel Platzgummer, der stets in engem Austausch mit dem Betrieb stehe.
Fast eine Million Umsatz
Das Geschäftsjahr 2025 sei für die Viva wieder ein gutes Jahr gewesen, unterstrich Schatzer. Jedoch nicht so gut wie das Jahr davor. „2024 war für die Viva bisher das beste Jahr. Daran müssen wir uns künftig messen“, so der Betriebsleiter. Dennoch sei der Gesamtumsatz mit über 950.000 Euro nicht viel geringer als jener im Jahr zuvor (1,092 Millionen) ausgefallen. Den größten Ausgabenposten stellten mit knapp 450.000 Euro die Löhne und Gehälter des Personals dar. Einen wichtigen Faktor, um die Kosten zu stemmen, bildet immer der Führungsbeitrag der Gemeinde, der sich im Vorjahr auf 250.000 Euro belief. 84.242 Besucher/innen wurden im Aquaforum verzeichnet, damit weniger als die über 90.000 im Rekordjahr 2024. Bei der Sauna gab es mit über 24.000 Frequenzen kaum Einbußen gegenüber dem Jahr davor (über 25.000), beim Schwimmbad schon etwas mehr: So waren es hier 2025 mit rund 60.000 Besucher/innen knapp 5.000 weniger. „Das Hallenbad in Naturns war 2024 drei Monate geschlossen, daher kamen damals viele von dort zu uns“, präzisierte Manuel Platzgummer zur Einordnung der Zahlen. Pro Tag wurden 2025 im AquaForum bei 324 Öffnungstagen durchschnittlich 261 Frequenzen gezählt, 185 im Schwimmbad, 75 in der Sauna. Auch das IceForum, wo wiederum bereits seit Mitte August Eis herrschte, sei gut frequentiert gewesen. Zahlreiche Eisstunden konnten auch wieder an externe Teams verkauft werden. So waren 14 Mannschaften zu Gast und generierten schätzungsweise mehr als 900 Nächtigungen. Im SportForum waren es im vergangenen Jahr 40 Trainingsgruppen mit über 600 Athletinnen und Athleten, die für ca. 2.600 Nächtigungen sorgten. „Das sind solide Werte“, unterstrich Schatzer.
Arbeiten im AquaForum geplant
Eine Herausforderung für die Viva:Latsch sei die Personalsuche gewesen, vor allem die Bademeisterjobs seien schwierig zu besetzen, blickte Referent Platzgummer zurück. Die Situation habe sich mittlerweile aber entspannt, nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit einer Agentur. Auch bei den Strukturen selbst steht einiges an. Im AquaForum, das vor rund 20 Jahren eröffnet wurde, sind demnächst Sanierungsarbeiten sowie insbesondere strukturelle Verbesserungen geplant. Hierfür wurde bereits eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Das Projekt Sanierung IceForum laufe derweil bereits auf Hochtouren, die Arbeiten sollen noch heuer ausgeschrieben werden, um im Jänner 2027 damit zu beginnen. Ein kleiner Wermutstropfen derzeit sei der Besucherrückgang im AquaForum. „Im Schwimmbad fehlen uns momentan noch etwas die Besucher, wir wissen auch nicht, woran es liegt. Aber das Jahr ist ja noch nicht um“, so Platzgummer. Gründe könnten etwa das Wetter oder ein weiterer Mitbewerber im Vinschgau sein – in Graun eröffnete im Herbst ebenfalls ein Hallenbad, im Vinschgau nach Naturns, Latsch und Mals mittlerweile das vierte. Wegen eines kleinen Dämpfers wolle man sich aber nicht aus der Ruhe bringen lassen, unterstrich BM Dalla Barba.