Keine Selbstverständlichkeit
Große Anerkennung für Freiwillige bei Feuerwehrtag des Bezirks Untervinschgau.
Latsch - 461 Einsätze mit über 55.000 geleisteten Stunden, davon 100 Brandeinsätze, 349 technische Einsätze und 12 Fehlalarme. Es waren beeindruckende Zahlen, die Roman Horrer, Präsident des Bezirksfeuerwehrverbands Untervinschgau, am Samstag, 11. April, beim 71. Bezirksfeuerwehrtag im Vereinshaus „Sigmunt Angerer“ in Tarsch vorlegte. Er bedankte sich bei den Ehrenamtlichen der 18 Freiwilligen Feuerwehren des Bezirks für den Einsatz. „Es ist ein Moment, innezuhalten und Danke zu sagen für das, was ihr geleistet habt im letzten Jahr. Es schaut immer selbstverständlich aus, auch wenn es alles andere als selbstverständlich ist“, lobte auch der Latscher Bürgermeister Mauro Dalla Barba. Er unterstrich, dass das Motto „alle für einen, einer für alle“ mehr als nur ein Spruch sei – sondern eine Haltung. Die Feuerwehren seien immer da, wenn Hilfe gefragt sei. „Ihr steht für Sicherheit, Verlässlichkeit und Zusammenhalt.“ Einer allein könne wenig leisten, umso wichtiger sei eine gute Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Feuerwehren, aber auch mit Land und Behörden, erinnerte Dalla Barba. Auch zahlreiche weitere Ehrengäste, darunter die Laaser Bürgermeisterin Verena Tröger, der Marteller Bürgermeister Georg Altstätter, Daniel Alber (Vize-BM Kastelbell-Tschars), Matthias Gamper (Landesfeuerwehrverband-Vorstand), Klaus Obwegeser (Bezirksfeuerwehrpräsident Obervinschgau), Stephan Bauer (Landesstraßendienst), Christian Stricker (AVS-Bergrettungs-Bezirksvertreter) sowie Carabinieri-Hauptmann Filippo Giacchero in Vertretung der Behörden, drückten ihre Wertschätzung aus.
Gold für 40 Jahre
Besondere Anerkennung erfuhren einmal mehr verdiente Wehrleute, die für ihre 40-jährige Tätigkeit das Verdienstkreuz in Gold erhielten. „40 Jahre Einsatz, unzählige Stunden, zu jeder Zeit, bei jedem Wetter. Oft unter schwierigen Bedingungen. Die Geehrten haben alles gegeben und Verantwortung gezeigt“, betonte Roman Horrer. Die Ehrungen für die Kameraden seien immer der wichtigste Teil einer solchen Versammlung. „Ihnen gebührt unser aufrichtiger und größter Respekt“, so Horrer. Geehrt wurden Richard Platzgummer (Freiwillige Feuerwehr Morter), Alois Wallnöfer (Tanas), Reinhard Pircher (Kastelbell), Erwin Gluderer (Martell), Otto Holzknecht (Martell), Karl Platzer (Morter), Johann Stocker, Siegfried Ratschiller (beide Allitz), Herbert Platzer (Morter), Albert Platzgummer (Morter), Andreas Tappeiner (Laas) und Josef Köck (Galsaun).
Becken sind zu optimieren
Fleißig gewesen seien die Wehrleute des Bezirks einmal mehr auch in Sachen Übungen, wie Bezirksfeuerwehrinspektor Stephan Kostner zurückblickte. Insgesamt wurden 326 Übungen mit 11.365 Stunden absolviert. Bezirksjugendreferent Herbert Kaserer blickte auf die regen Tätigkeiten der Jugendgruppen. Präsident Horrer erinnerte auch an die gute Zusammenarbeit mit Gemeinden und Ämtern. Etwas tun müsse sich jedoch, was die Speicherbecken zur Wasserversorgung betrifft. Die Becken müssten dringend optimiert werden, auch damit sie ganzjährig gut gefüllt sind. Hierbei sei die Bezirksgemeinschaft gefordert. Der nächste Bezirksfeuerwehrtag ist für den 3. April 2027 anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Feuerwehr von Latsch im dortigen CulturForum geplant.