Petra Theiner

Kleine Hilfen sind große Hilfen

Publiziert in 8 / 2026 - Erschienen am 21. April 2026

Indien/Südtirol - Nur rund 20 Cent reichen aus, um einen Obdachlosen in Armenvierteln im Großraum Kalkutta für einen Tag mit Essen zu versorgen. Derzeit sind es rund ca. 190 Menschen, die mit Hilfe des Vereins „Hoffnung auf einen besseren Morgen“ täglich eine Mahlzeit bekommen. „Es handelt sich um Menschen, die unter Brücken hausen, an Bahnhöfen leben, in Kanalröhren oder unter Plastikplanen ihr Dasein fristen. Viele sind zudem körperlich schwer beeinträchtigt“, beschreibt die Vereinspräsidentin Petra Theiner aus Prad die Situation der Ärmsten der Armen. 5 Personen bereiten die Mahlzeiten zu, die dann mit einer Rikscha zu den Obdachlosen gebracht werden. „Im Monat können dank dieses Projektes für rund 1.140 Euro bis zu 190 Menschen täglich ernährt werden“, rechnet Petra vor. Die 5 Personen, die das Essen zubereiten, „erhalten ein Trinkgeld für ihre Hilfe und sind damit auch sehr zufrieden. Umgerechnet bekommen sie ca. 3 Euro pro Tag und das ist für sie viel Geld.“

38 Kühe für Familien auf dem Land

Das oben geschilderte Projekt ist nur eines von vielen, die der Verein „Hoffnung auf einen besseren Morgen“ mit Hilfe von Spenden aus Südtirol in Dhobasole, Kalkutta und auf der Insel Sagar Island umsetzt. Zurzeit ist man laut Petra – sie hat sich vor einem Jahr selbst in den Hilfsgebieten aufgehalten – unter anderem damit beschäftigt, 20 Toiletten für ein Lepra-Krankenhaus zu bauen. Im Dorf Gangra wurden bereits 12 Billighäuser für Menschen errichtet, die Lepra hatten und nun geheilt sind. Von Jänner bis März dieses Jahres konnten 38 Kühe an Familien verteilt werden, die auf dem Land leben. Petra: „Eine Kuh bedeutet mehr als Hoffnung für die Familien. Auch bei uns in Südtirol war das in früheren Zeiten so.“ 

Viele Hilfsprojekte für 2026

Die Liste der Projekte, Initiativen und Maßnahmen, die der Verein für das heurige Jahr –
immer unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ – geplant hat, ist lang: Nachhilfe für über 1.200 Schulkinder, vor allem in den Slums; Computerzentrum für 150 Schulkinder; Fahrschulkurse; regelmäßige Verteilung von Paketen mit haltbaren Lebensmitteln an kranke und ältere Menschen; medizinische Hilfsaktionen; Wohnbauprojekte für arme und obdachlose Menschen; Hilfen für Menschen mit Behinderungen; Schneiderkurs; Kampagne zum Schutz der Umwelt; Bereitstellung von Schulmaterial; Lepra-Krankenhaus (Unterstützung von rund 500 stationären Patienten); Lepra-Siedlung (15 Wohnräume für 15 Familien); 2 Lepra-Kolonien; Unterstützung bei der Gründung von Frauen-Selbsthilfegruppen und weitere Projekte mehr. In Kalkutta hat der Verein ein neues Slumgebiet unter seine Obhut genommen. „Ohne die Spenden aus Südtirol könnten wir unsere Hilfsprojekte nicht umsetzen“, ist Petra überzeugt und spricht allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches „Vergelt’s Gott“ aus. Jede noch so kleine Spende trage dazu bei, die bittere Not vieler Menschen in Indien zu lindern und ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu geben. Spenden für den Verein „Hoffnung auf einen besseren Morgen“ kann man bei der Sparkasse (IBAN: IT 59 Q 06045 58720 000000000111 BIC: CRBZIT2B030) und bei der Raiffeisenkasse (IBAN: IT 70 R 08183 58720 000300238210 BIC: RZSBIT21027). Der Verein ist seit 2022 Träger des Siegels „Sicher Spenden“.

Josef Laner

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