Der Vinschgau war beim Treffen mit dem EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann (6.v.r.) mit LAG-Präsidentin Roselinde Gunsch (5.v.r.), Vizepräsident Georg Altstätter (1.v.l.) und Koordinatorin Verena Gufler (3.v.l.). vertreten.

„LEADER ist wichtiges Element der regionalen Entwicklung“

LEADER Aktionsgruppen (LAG) Südtirols treffen EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann.

Publiziert in 4 / 2026 - Erschienen am 24. Februar 2026

Bozen/Vinschgau - Am 6. Februar trafen sich die Vertreter der sechs Lokalen Aktionsgruppen (LAG) Südtirols mit Europaparlamentarier Herbert Dorfmann in Bozen zum Austausch über das bisher Erreichte und zum Ausblick auf die Zukunft von LEADER in der EU-Programmperiode 2028-2034. Anlass der Aussprache war der offizielle Abschluss der Förderperiode 2014-2022, die mit 31. Dezember 2025 offiziell beendet wurde. Zugleich bot das Treffen die Gelegenheit, ausgewählte Projekte vorzustellen, die in den LEADER-Gebieten erfolgreich umgesetzt wurden und beispielhaft für die nachhaltige Entwicklung der Regionen stehen.

6 LEADER-Gebiete

LEADER ist die Förderschiene der EU für die Entwicklung der strukturschwachen ländlichen Gebiete. In diesem Sinne betreuen die sechs Lokalen Aktionsgruppen folgende LEADER-Gebiete: Südtiroler Grenzland (Teilgebiete Ultental-Deutschnonsberg und Unterland), Vinschgau, Sarntaler Alpen, Eisacktaler Dolomiten, Wipptal und Pustertal. Insgesamt kamen in der abgelaufenen Förderperiode 73 Südtiroler Gemeinden mit knapp 178.000 Einwohnern in den Genuss der LEADER-Förderung. Die Koordinatoren der LEADER-Gebiete konnten dabei auf eine durchaus erfolgreiche Bilanz verweisen: insgesamt wurden in den sechs LEADER-Gebieten 221 Projekte erfolgreich umgesetzt. Zusätzlich wurden 10 Kooperationsprojekte zwischen den LEADER-Gebieten realisiert. Insgesamt wurde eine Beitragssumme von knapp 23 Mio. Euro an die verschiedensten Begünstigten und die bereitgestellten Mittel (fast) zur Gänze, nämlich zu 97% ausbezahlt. Derzeit befinden sich die genannten sechs LEADER-Gebiete mitten in der Umsetzung der Förderperiode 2023-2027, die bereits Ende kommenden Jahres einen ersten Abschluss finden wird.

Gezielter Zugang zu Fördermitteln der EU

Durch das LEADER-Programm erhalten zahlreiche ländliche und strukturschwächere Gebiete Südtirols gezielt Zugang zu europäischen Fördermitteln. Damit werden lokale Akteure wie beispielsweise Gemeinden, Vereine, Betriebe und Initiativen dabei unterstützt, bedarfsorientierte Projekte zur Stärkung des ländlichen Raums umzusetzen, besonders in den Bereichen Daseinsvorsorge, regionale Wertschöpfung, Innovation, nachhaltiger Tourismus, kulturelle Identität und Kooperation. LEADER trägt so zur Stärkung der regionalen Wertschöpfung, zur Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie zur nachhaltigen und innovativen Entwicklung des ländlichen Raums bei und leistet einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit der Südtiroler Gemeinden.

„LEADER soll Element der EU-Politik bleiben“

Der EU-Abgeordnete Dorfmann unterstrich im Rahmen des Treffens die Wichtigkeit der Förderung des ländlichen Raums im Rahmen der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik. „Ich habe die Gruppe über den mehrjährigen Finanzhaushalt 2028 bis 2035 informiert. LEADER ist dabei ein wichtiges Element der regionalen Entwicklung. Noch innerhalb 2026 wird im Europäischen Parlament entschieden, wie es mit der Regionalpolitik und damit auch mit LEADER weitergeht. Für mich ist es eine klare Priorität, dass LEADER ein Element der europäischen Politik bleibt“, betont Herbert Dorfmann.

Redaktion

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