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„Lootscher Fosnocht“ lebt seit 40 Jahren

Publiziert in 4 / 2026 - Erschienen am 24. Februar 2026

Laatsch - Am Faschingssonntag stand das Dorf Laatsch Kopf. Es war die traditionelle „Lootscher Fosnocht“, die sich viele Schaulustige aus nah und fern nicht entgehen lassen wollten. Zu den Höhepunkten des närrischen Treibens gehörte der Umzug mit der „Fosnochtsmusi“, die eigens für die „Fosnocht“ geprobt hatte und nur am Faschingssonntag zu hören war, mit Faschingswagen und natürlich mit dem „Larch“, der mit einem Traktor für die abschließende Versteigerung durch das Dorf gezogen wurde. Auch Faschingsschemen, Bauersleute, Bajazzi, Straßenkehrer und weitere Figuren zogen mit. Auf den Festwagen waren Donald Trump (Rares für Bares), Giorgia Meloni, Ronald Patscheider mit dem neuen Lift auf den Watles und Gemeindepolitiker und Gemeindepolitikerinnen aus Laatsch zu sehen. Am Mala-Peppi-Platz und später auf dem Kirchplatz wurden Theaterszenen aufgeführt und „Nachrichten“ zu Begebenheiten und zu Persönlichkeiten aus Laatsch verlesen. Die Themen der szenischen Darstellungen reichten von der Baumpflanz-Challenge bis hin zur 5-Euro-Gebühr für das Begehen des Seceda-Weges und zur „Aufarbeitung“ der Gemeindewahlen 2025 mit besonderem Bezug zu Laatsch. Auch die Lehrerproteste und weitere Themen wurden auf die Bühne gebracht. Nicht gefehlt haben auch die olympischen Spiele mit Sportlern mehrere Disziplinen. Der Laatscher „DJ Hamala Leif“ heizte dem Publikum auf beiden Plätzen auf seine Art ein. Auf die Bühne gebeten wurde im Vorfeld der traditionellen Versteigerung des ca. 24 Meter langen Lärchenstamms – angepriesen wurde eine Länge von gar 32 Metern – Bernhard Niederegger, der 1986, also vor 40 Jahren, die „Fosnochtsmusi“ und damit die „Lootscher Fosnocht“ gegründet hat. „Die ersten Silber-Instrumente habe ich damals aus der Schweiz nach Laatsch geschmuggelt“, verriet uns Niederegger, der seit rund 20 Jahren in Tschars lebt. Gedankt wurde auch allen, die zum Gelingen der heurigen „Fosnocht“ beigetragen haben, in welcher Form auch immer. Viele Laatscherinnen und Laatscher haben sich ehrenamtlich eingebracht und zahlreiche Stunden ihrer Freizeit für den Umzug geopfert. Der „Larch“ ging heuer ins Oberland. Es war Daniel Ruepp (Langtaufers), der sich den Stamm für 1.050 Euro sicherte. Die Äste ersteigerte Simon Paulmichl (Ofenbauer) aus Laatsch für 600 Euro. Zur Verfügung gestellt wird die Lärche seit jeher von der Eigenverwaltung Laatsch.

Josef Laner

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