Die Tanaser Wehr erpumpte sich einen zweiten guten Platz.
Mit ihrem Handspritzenwagen erreichte die Kortscher Wehr den dritten Platz.
Die Gruppe „Oberwind“ spielte am Samstag auf.
Mutig wagte sich Michaela Telser mit dem Flying Fox über den Schlandraunbach, ihr zur Seite BRD-Mann Manfred Ladurner.
Der hohen Geistlichkeit mit Pfarrer Michael Horrer, Dekan P. Mathew und Pater Nazaret de Silva folgte die politische Prominenz mit Bürgermeisterin Christine Kaaserer, LH Arno Kompatscher und Landesrat Luis Walcher (links).
Die BRD-Männer Max Wellenzohn, Reinhard Stricker und Klaus Wellenzohn (von links) präsentierten stolz ihren BRD-Quad.
Sogar für die Schläuche gab es einen eigenen Wagen.
Ein Krankentransporter durfte auch nicht fehlen.
Viele erinnerten sich noch an diese Rettungswagen des Weißen Kreuzes.
Der Hubsteiger gehört zur neuesten Generation.

„Macht es wie die Feuerwehr!“

Die FF Schlanders blickt auf eine erfolgreiche Jubiläumsfeier zurück.

Publiziert in 14 / 2025 - Erschienen am 28. Juli 2025

Schlanders -  Dass „150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schlanders“ gebührend gefeiert werden muss, stand spätestens am Silvestertag 2024 fest, als einige Wehrmitglieder den Schriftzug „150 FF“ am Scheibenbichl von Schlanders installiert hatten. Höhepunkt der Feierlichkeiten war kürzlich das zweitägige Jubiläumsfest mit Gaudi-Nassbewerb, Musik und Disco am Samstag sowie Festmesse in der Pfarrkirche und Umzug durch das Dorf bis zum Festbetrieb in der Matscher Au am Sonntag. 

Brot und Spiele

Zum Gaudi-Bewerb am Sportplatz waren die Ortsgruppen Tschengls, Tanas und Kortsch mit historischen Handpumpen angetreten und standen ihren Kollegen mit den Motorpumpen dank einiger „Erschwernispunkte“ in nichts nach. Die älteste Handpumpe kam aus Tschengls und war aus dem Jahr 1888, ein Handspritzenwagen war aus dem Jahr 1907 aus der damaligen „Gemeinde Kortsch“.  Er war in der „k&k Feuerspritzen Fabrik Czermack in Teplitz, Böhmen“ hergestellt worden. Die Kortscher Wehr hatte dazu passend die historischen Helme ausgegraben und sogar einen Bläser des Signalhorns mitgebracht. Ältester Teilnehmer der Gruppe Tschengls und zum „Pumpen“ eingesetzt war Hans Raffeiner mit 84 Jahren; seine Mannschaft holte den Sieg bei den Handpumpen. Bei den Motorpumpen siegte die FF Allitz vor Galsaun 2, Kastelbell und Galsaun 1. Es folgten Tartsch, die Jubelwehr Schlanders, Partschins und Latsch. Es standen vor allem der Spaß, die Kameradschaft und die Erinnerungen an frühere Wettkampfzeiten im Mittelpunkt der Wettkämpfe, die von Hugo Trenkwalder humorvoll kommentiert und von fünf Bewertern vollen Ernstes beurteilt wurden. Am Nachmittag installierte die Bergrettung Sektion Schlanders einen Flying Fox, eine Seilbahnrutsche über den Schlandraunbach, die von Kindern und Junggebliebenen mutig genutzt wurde. Im Festgelände spielten die Musikgruppen „Oberwind“ und „Vollbluet“ und später sorgte DJ Honz für Partystimmung.

„Wir können mit euch rechnen!“

Höhepunkt des Jubiläumswochenendes war der Festgottesdienst in der Pfarrkirche von Schlanders. Feuerwehrmann Diego Brunato bezeichnete in seinen Grußworten das Jubiläum als einen Moment des Innehaltens, des Zurückschauens auf die vielen Ereignisse und Erfolge und des Dankes. „Uns zeichnet der unermüdliche Einsatz, die Kameradschaft und der Wunsch zu helfen aus. Voller Zuversicht blicken wir nach vorne und sind bereit, uns auch in Zukunft für das Wohl unseres Nächsten einzusetzen“, so Brunato. Er dankte allen Mitgliedern der FF Schlanders, deren Familien und auch der Bevölkerung für das entgegengebrachte Vertrauen.  In dieselbe Kerbe schlug Pfarrer Michael Horrer in seiner Predigt. Er brachte das Gleichnis des barmherzigen Samariters als ein Sinnbild des Helfens und der Nächstenliebe. „Werde zum Helfer!“, rief er die zahlreichen Anwesenden auf, „wir brauchen Menschen an unserer Seite, die handeln, die sich selbst einbringen wie der barmherzige Samariter!“. Die Feuerwehr sei ein Sinnbild des Helfens und des Ehrenamtes, und oft müssen Familie und Arbeit hinten gelassen werden, um zu helfen. „Wir können mit euch rechnen, und durch eure Zivilcourage und Solidarität kann Dorfgemeinschaft gelingen; dafür gebührt euch Dank und Wertschätzung!“, so Michael Horrer. Auch Dekan P. Mathew dankte der Schlanderser Feuerwehr und freute sich, dass die Jungfeuerwehr bei der Festmesse die Fürbitten verlas und die Ministranten unterstützte. Musikalisch sehr schön umrahmt wurde der Gottesdienst von Jessica Kaufmann aus Galsaun und von Markus Horrer.

Festumzug mit Signalwirkung

Eine beträchtliche Fahnenabordnung, Vertreter von MGV und Schützenkompanie Schlanders, die Bürgermeisterin Christine Kaaserer, Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrat Luis Walcher, die hohe Geistlichkeit, Vertretungen der Ordnungskräfte und Behörden sowie anderer Feuerwehren marschierten hinter der Bürgerkapelle Schlanders Richtung Festgelände, gefolgt von einer großen Anzahl von fahrtüchtigen Oltimern, geschichtsträchtigen Vehikeln  und deren Sirenengeheul sowie von FF-Fahrzeugen der neuesten Generation. Auf dem Festplatz begrüßte Kommandant Rudi Bachmann die Ehrengäste und die vielen Anwesenden und dankte allen, die die FF Schlanders bei dieser Jubiläumsfeier und das ganze Jahr hindurch unterstützen. In ihren Grußworten nach dem obligatorischen Fassanstich unterstrichen Roman Horrer, Christine Kaaserer und LH Arno Kompatscher die große Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren im Lande. „Macht es wie die Feuerwehr; seid solidarisch und hilfsbereit!“, sagte der Landeshauptmann. 

Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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