Die Arbeiten zur Errichtung der multifunktionalen Gemeinschaftsstruktur (Bild links) und der Struktur zur besseren Erreichbarkeit des Dorfes (Mobilitätszentrum) befinden sich in der Endphase. Diese Fotos entstanden am 1. Juli.
Die Arbeiten zur Errichtung der multifunktionalen Gemeinschaftsstruktur (Bild links) und der Struktur zur besseren Erreichbarkeit des Dorfes (Mobilitätszentrum) befinden sich in der Endphase. Diese Fotos entstanden am 1. Juli.
Simon Abler stellte dem Gemeinderat die neue Marke „Stilz“ vor.

Marke „Stilz“

Neues Erscheinungsbild soll Identität stiften und Gemeinde sichtbar machen.

Publiziert in 13 / 2026 - Erschienen am 14. Juli 2026

Stilfs - Die Stilfser und Stilfserinnen nennen ihr Dorf und ihre Gemeinde nicht „Stilfs“, sondern „Stilz“. Auch diese Besonderheit findet in der neuen Marke „Stilz“ ihren Niederschlag. Das Ziel der Marke ist es, die Gemeinde Stilfs langfristig als lebenswerten, resilienten und nachhaltigen Ort zu stärken. „Es handelt sich nicht um eine klassische Destinations-
marke, sondern um eine Marke, die Identität stiften und den einzigartigen Charakter der Gemeinde authentisch nach außen sichtbar machen soll“, sagte Simon Abler von der Agentur „Abler GmbH –
Die Farm“, als er die neue Marke am 1. Juli dem Gemeinderat vorstellte. Abler hatte die Marke im Rahmen des PNRR-Projektes „Stilfs - Resilienz erzählen“ zusammen mit einem engagierten Team aus Stilfs maßgeblich entwickelt.

Frisches Erscheinungsbild

Das frische Erscheinungsbild mit dem neuen, gut durchdachten Logo soll dazu beitragen, den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit in der Gemeinde nach innen zu stärken und gleichzeitig ein echtes Bild der Gemeinde nach außen zu vermitteln. Die neue Marke wurde laut Simon Abler in diesem Sinn ganz bewusst breit aufgestellt: „Die Marke kann als ein übergeordneter Schirm für sehr viele Aspekte gesehen werden.“ Die Verwendungsmöglichkeiten reichen von der Etikettierung von „Stilzer Produkten“ und der Gestaltung von Veranstaltungs-Plakaten und Flyern bis hin zu Auftritten im Internet bzw. auf den Social Media. Auch für gezielte Kampagnen kann die neue Marke verwendet werden: Image,- Produkt-, Testimonial- und Social Media-Kampagnen. Auf Hochglanzfotos werde laut Abler verzichtet, denn man setze ganz bewusst auf „Stilzer Grundwerte“: Ehrlichkeit, Bodenständigkeit und Nachhaltigkeit, wobei dabei sowohl die soziale als auch die ökologische und wirtschaftliche Nachhaltigkeit zu verstehen sei.

„Stilz“ als (Brief)Marke

Die Marke erinnert ein bisschen an eine Briefmarke. „Stilz klebt seine ‚Briefmarke‘“, sagte Simon Abler. Briefmarken klebe man auf Ansichtskarten, die für Orte stehen: „Sie gehen durch echte Hände, von Mensch zu Mensch, von Ort zu Ort.“ Bürgermeister Samuel Marseiler dankte Simon Abler und allen weiteren Personen, die sich bei der Entwicklung der neuen Marke eingebracht haben. „Jetzt sind alle Schranken für die Verwendung der neuen Marke offen“, freute sich Marseiler. Das betreffe nicht nur die Homepage der Gemeinde und die Vermarktung typischer Stilfser Produkte, sondern noch viele weitere Bereiche bzw. Verwendungsfelder.

Vorstellung bei „StilZ Festival“

Der breiten Bevölkerung erstmals und offiziell vorgestellt wird die Marke „Stilz“ im Rahmen des „StilZ Festivals“ am Freitag, 24. Juli, um 22 Uhr auf dem Kirchplatz, und zwar unter dem Motto „Stilz –
Ein Dorf erzählt sich neu“. Die heurige dritte und letzte Auflage des „StilZ Festivals“ findet vom 24. bis zum 26. Juli in Stilfs statt. Heuer steht das Thema „Vision – wo wollen wir hin?“ im Mittelpunkt. Auf die Besucherinnen und Besucher wartet bei freiem Eintritt ein dichtgeballtes und kunterbuntes Programm mit Musik, Tanz, Performance, Theater, Kunst, Kulinarik, Wanderungen, Erzählungen und vielen weiteren Angeboten. Am Sonntag, 26. Juli, stellen Stilfser Landwirtinnen und Landwirte auf dem neuen Plätzchen vor dem neuen Gemeinschaftshaus von 10 bis 12 Uhr zusammen mit dem Produktentwickler Karl Telser, der Bürgergenossenschaft Obervinschgau und der Arbeitsgruppe „Landwirtschaft“ die ersten Stilfser Produkte vor.

Endspurt bei PNRR-Projekten

Ausführlich informiert hat Sebastian Marseiler den Gemeinderat über den aktuellen Stand der Umsetzung der PNRR-Projekte. Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass der Großteil der Projekte, darunter auch die multifunktionale Gemeinschaftsstruktur und die Infrastruktur zur besseren Erreichbarkeit des Dorfes (Mobilitätszentrum), bis Mitte August fertiggestellt werden kann. Ausgenommen seien lediglich 2 Projekte (Sanierung Grutschhaus sowie Streuhotel & Coworking Stadel). Die Verträge mit einem süditalienischen Unternehmen zur Umsetzung dieser 2 Projekte seien im beidseitigen Einvernehmen aufgelöst worden. „Mittlerweile wurden die Arbeiten an heimische Firmen übergeben, die bereits fleißig beim Arbeiten sind“, so der Bürgermeister. Um sich der Vorgängerfirma gegenüber bei Bedarf schadlos zu halten, könne die Gemeinde jederzeit auf eine Bankgarantie (120.000 Euro) zurückgreifen. Zum PNRR-Maßnahmenpaket gehört u.a. auch die Sanierung der Brunnen bzw. Brunnen-Plätze. Diese Arbeiten sollen pünktlich bis zum Beginn des „StilZ Festivals“ abgeschlossen sein. Einhellig zugestimmt hat der Gemeinderat der überarbeiteten Verordnung für die Zuweisung von 10 Mietwohnungen der Gemeinde in Stilfs (siehe der Vinschger Nr. 09/2026). Die Wohnungen (4 im Untergeschoss der Gemeinschaftsstruktur, 4 im Gebäude der Ex-Altenwohnungen sowie 2 im Hoferhaus und Grutschhaus) sollen ab Oktober bezogen werden können.

Wer treibt Unwesen auf dem Sportplatz?

Das Thema mutwilliger Zerstörungen auf dem Sportplatz in Stilfs brachte das Ratsmitglied Lukas Steinhauser von der Süd-Tiroler Freiheit aufs Tapet. Jüngsthin sei eine Beregnungs-Pumpe beschädigt worden. Steinhauser regte die Anbringung von Viedeo-Kameras bzw. von Fotofallen an. Der Bürgermeister sagte zu, dass sich die Verwaltung des Problems annehmen und sich um eine Lösung bemühen werde.

Josef Laner

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