Mobilitätsprojekt im Dreiländereck
Mobilitätsprojekt im Dreiländereck
Den öffentlichen Verkehr im Dreiländereck Tirol-Südtirol-Graubünden attraktiver und zukunftsfähiger gestalten: Das ist das Ziel des grenzüberschreitendes Mobilitätsprojektes, für das am 8. April im Büro des Regionalmanagements für den Bezirk Landeck-Regio L der Startschuss fiel. Geplant ist, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zwischen Landeck und Mals mit einem EU-geförderten Interreg-Projekt (Italien-Österreich) nachhaltiger weiterzuentwickeln und attraktiver zu gestalten. „Dieses grenzüberschreitende Projekt ist ein starkes Signal für moderne und vernetzte Mobilität im Dreiländereck. Wenn es gelingt, Angebote besser aufeinander abzustimmen und den öffentlichen Verkehr für die Menschen noch einfacher nutzbar zu machen, dann ist das ein echter Gewinn für die gesamte Region. Damit steht den Menschen in der Dreiländerregion ein attraktives, verlässliches und modernes Angebot zur Verfügung“, ist der Tiroler Mobilitätslandesrat René Zumtobel überzeugt. RegioL-Obmann Hellmut Mall sagte: „Dieses Projekt zählt zu den sehr gut bewerteten Einreichungen und zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit für die Zukunft unserer Region ist. Interreg ermöglicht uns, innovative Lösungen gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen.“ Das Projekt zielt darauf ab, den öffentlichen Verkehr im Dreiländereck attraktiver und zukunftsfähiger zu gestalten. Dabei werden bestehende Angebote wie zum Beispiel die Schnellbuslinie 273 Landeck-Mals und das Euregio-Ticket berücksichtigt. Grenzüberschreitende Mobilitätsdaten, insbesondere Echtzeitinformationen in den Fahrplänen, sollen harmonisiert und verbessert werden.
Neue Haltestellen
Die Haltestelleninfrastruktur wird weiter modernisiert, um die Fahrgäste gegenüber Hitze, Regen und Schnee zu schützen und um abgelegene Haltestellenstandorte sicherheitsbedingt zu beleuchten. Dazu werden 6 Haltestellen auf Südtiroler Seite und 10 bis 13 Haltestellen im Tiroler Oberland zwischen Landeck und Nauders aus Holz neu errichtet. Hauptträger des Projekts sind die Gemeinde Pfunds, stellvertretend für die Gemeinden im Oberen Gericht, die Gemeinde Mals und der Verkehrsverbund Tirol (VVT). Das Vorhaben wird von 7 assoziierten und 8 unterstützenden Partnern unterstützt. Das Projekt läuft bis März 2028 und umfasst ein Gesamtbudget von 693.556 Euro, wovon 119.136 Euro aus Eigenmitteln und 574.420 Euro aus EU- und nationalen Förder-
mitteln stammen.
Mals als Schlüsselpunkt
Der Malser Bürgermeister Josef Thurner verwies auf die Bedeutung der grenzüberschreitenden Anbindung: „Als Kopfbahnhof hat Mals eine zentrale Rolle im regionalen Bahnverkehr. Die Verbindung nach Tirol ist eine wichtige zweite Grenzachse mit großem Entwicklungspotenzial – insbesondere durch die Schnellbuslinie 273 und neue Angebote wie das Euregio-Ticket.“ Alexander Jug, der Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Tirol, sieht die Bedeutung des Projekts aus verkehrstechnischer Sicht: „Aktuelle und verlässliche Fahrplaninformationen an den Haltestellen leisten einen wesentlichen Beitrag, um den öffentlichen Personennahverkehr in einer Region noch attraktiver zu machen.“