Gruppenbild mit den „Minis“ aus Schlanders, Kortsch, Göflan und Vetzan im Anschluss an den Festgottesdienst anlässlich des 50-jährigen Priesterjubiläums von Dekan P. Mathew.
Über 20 Priester, Ordensleute, Patres und Wortgottesdienstleiter feierten das Priesterjubiläum von Dekan P. Mathew mit.
Die Joyful Singers gestalteten den Gottesdienst musikalisch mit.
Persönliche Begegnungen mit dem Jubilar beim Umtrunk im Widum-Anger
Persönliche Begegnungen mit dem Jubilar beim Umtrunk im Widum-Anger
Gemeinsames Singen und Spielen der „Minis“ im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ im Plawennpark in Schlanders.

Priesterjubiläum und zugleich Abschied

Publiziert in 11 / 2026 - Erschienen am 10. Juni 2026

Schlanders - Im Rahmen der heurigen Auflage der „Langen Nacht der Kirchen“, die am 29. Mai begangen wurde, feierten die Pfarreien Schlanders und Kortsch auch das goldene Priesterjubiläum von Dekan P. Mathew. Der sehr gut besuchte Festgottesdienst, musikalisch umrahmt von den Joyful Singers unter der Leitung von Cristina Della Mea, stand auch im Zeichen des Abschieds, denn im Herbst 2026 wechselt P. Mathew nach Brixen, wo er die Aufgabe des Spirituals im Priesterseminar übernimmt. Es war im Mai 2018, als die Missionare des Heiligen Franz von Sales (MSFS) das Kapuzinerkloster in Schlanders übernahmen. Im August 2019 wurde der aus Indien stammende Ordenspriester P. Mathiew Dekan in Schlanders. Im Vorfeld des Festgottesdienstes blickte der Jubilar in Form eines Lichtbildervortrages unter dem Motto „Ein Leben in drei Kontinenten“ nicht nur auf sein 8-jähriges Wirken in den Pfarreien Schlanders und Kortsch sowie im Kloster zurück, sondern auch auf seine Tätigkeiten vor und vor allem nach seiner Weihe zum Priester am 8. August 1976 in seiner Heimatpfarrei in Kerala in Indien. Der Jubilar - er wird heuer im November 77 Jahre alt - war schon 1972 nach Deutschland gekommen, um Theologie zu studieren. Nach seiner Promotion 1983 wirkte er als Universitätsassistent in Wien. 1985 kehrte er nach Indien zurück, worauf viele Jahre als Missionar, Professor und geistlicher Begleiter folgten, und zwar nicht nur in Indien, sondern auch in Afrika, vor allem in Tansania.

„Danke für deine Herzlichkeit“

Beim Festgottesdienst dankten die Wortgottesdienstleiter Herbert Habicher, Walter Viertler und Markus Horrer sowie auch der Präsident des Pfarrgemeinderates von Schlanders, Kurt Gufler, die Vizepräsidentin Monika Bleimschein - ihres Zeichens auch Koordinatorin der „Langen Nacht der Kirchen“ und der Kortscher Pfarrgemeinderatspräsident Hannes Spögler dem Jubilar und scheidenden Dekan für sein Wirken in den zwei Pfarreien. Besonders hervorgehoben wurden die Herzlichkeit, Offenheit und Freundlichkeit von P. Mathew, der rasch einen Platz in den Herzen der Menschen gefunden habe. Auch seine Energie, sein vielseitiges Engagement, zum Beispiel für die „Minis“, wurden gewürdigt. Der Dekan hinterlasse viele „sichtbare und unsichtbare Spuren“. Mit Worten des Dankes für sein 50-jähriges Wirken als Priester und Glückwünschen für seine zukünftige Tätigkeit in Brixen wartete der Provinzial P. Thomas Kalary auf. P. Mathiew seinerseits bedankte sich für die vielen Begegnungen mit Menschen in Schlanders und Kortsch, die ihn bereichert hätten. Im Anschluss an den Festgottesdienst, zu dem sich neben zahlreichen Gläubigen viele Geistliche, Priester und Salesianer aus nah und fern eingefunden hatten, gab es einen Umtrunk für alle im Widum-Anger. Als neuer Dekan von Schlanders wird am 13. Juni P. Jolly Joseph Chakkalakkal (MSFS) in sein Amt eingeführt.

Kirchturm-Begehung und vieles mehr

Neben dem Priesterjubiläum umfasste das Programm, das in Schlanders und Kortsch im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ organisiert worden war, noch viele weitere Angebote: Schlanderser Kirchturm-Begehung in Kleingruppen, besinnliche Geschichten und berührende Melodien in der Kapelle im Bürgerheim, Wanderung von „Von Ägidi zum Jörglkirchl“ in Kortsch, „Minis“ unterwegs und „Minis“ miteinander, „Ein Moment der Ruhe für deine Seele“ auf Einladung der Gebetsgruppe im Widum und weitere Angebote.

Josef Laner

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