Queere Geschichte Südtirols wird hörbar und sichtbar

Publiziert in 17 / 2026 - Erschienen am 22. September 2026

Prad - Mit dem Projekt „Immer Hier“ werden die queere Geschichte und LSBTQIA+ Geschichten mehrerer Generationen aus ganz Südtirol sichtbar und hörbar. LSBTQIA+ ist ein Kurzwort für verschiedene sexuelle Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und körperliche Merkmale, die von den traditionellen gesellschaftlichen Normen abweichen. In der ersten Projekt-Phase wurden Audio-Interviews mit Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes geführt. Die Interviews, die Einblicke in persönliche und gemeinschaftliche Erfahrungen geben, werden auf einer eigens gestalteten Webseite in voller Länge veröffentlicht. In der zweiten Projekt-Phase kommen die Geschichten direkt in die Gemeinden. Am 8. Oktober um 19:30 Uhr macht „Immer hier“ Station in der Bibliothek Prad. An diesem Abend haben die Besucher die Möglichkeit, die Geschichten vor Ort kennenzulernen und mehr über das Projekt zu erfahren. Beim anschließenden Gesprächsabend gibt es Raum für Fragen, Begegnung und Austausch. „Immer Hier“ möchte zeigen, dass LSBTQIA+ Menschen schon immer Teil Südtirols waren und sind – als Familienmitglieder, Nachbarinnen, Freunde oder Kolleginnen. Gleichzeitig soll das Projekt durch Erzählen einerseits und Zuhören andererseits dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und Austausch anzuregen. Initiiert hatte das Projekt die Regisseurin Martine De Biasi, Projektträgerin ist die Sozialgenossenschaft Eklektika. Die zweite Phase wird von der Fachstelle Gewaltprävention im Forum Prävention begleitet. Martine De Biasi koordiniert das Projekt. Der Abend in Prad wird vom Bildungsausschuss zusammen mit der Gemeinde und der Bibliothek organisiert. Prad ist als einzige Gemeinde im Vinschgau beim Projekt mit dabei.

Redaktion

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