Viele Maßnahmen im Visier
Arbeitsgruppe für Mobilität legt Zwischenbericht vor
Kastelbell-Tschars - Mit einem ausführlichen Zwischenbericht der sehr aktiven Arbeitsgruppe für Mobilität wartete bei der Gemeinderatssitzung am 26. Februar der Gemeindereferent Simon Maringgele auf, der Vorsitzende Arbeitsgruppe. Bezüglich der Kreuzung in Tschars würden derzeit von den zuständigen Landesämtern 4 Varianten geprüft bzw. bewertet: Unterführung, Kreisverkehr, Ampelregelung und Einfädelungsstreifen. „Nach Ansicht von Landesrat Daniel Alfreider wäre eine Unterführung zwar die teuerste, aber beste Variante“, sagte Maringgele. Anstelle des gefährlichen Zebrastreifens in Tschars, wo ein Tempolimit von 50 km/h gilt, das allerdings oft überschritten wird, sei ein Übergang mit einer Mittelinsel geplant, um die Sicherheit zu erhöhen. „Gespräche mit den Grundeigentümern wurden geführt und wir hoffen, dass der Straßendienst Vinschgau den Übergang mit der Mittelinsel noch vor Ostern errichten kann“, so der Gemeindereferent.
Lärmbelastung in Tschars
Schon seit Jahren klagen viele Tscharserinnen und Tscharser über Lärmbelastungen, die vom Verkehr entlang der Staatsstraße ausgehen. Bei Lärmmessungen an 7 Tagen auf der Nordseite und einem Tag auf der Südseite seien laut Maringgele keine nennenswerten Überschreitungen der Grenzwerte festgestellt worden. Das heiße aber nicht, dass keine Maßnahmen zu setzen sind. Andenken könnte man die Errichtung einer begrünten Böschung auf der Nordseite. Eine solche Maßnahme sei dem Bau einer Schallschutzwand, wie es sie auf der Südseite gibt, vorzuziehen, „denn sonst hätten wir dort einen ‚Kanal‘ mit Wänden links und rechts der Straße.“ Das Ratsmitglied Georg Ausserer gab zu bedenken, „dass der Verkehrslärm in Tschars maßlos stört und viele Menschen darunter leiden.“ Die staatlichen Grenzwerte seien viel zu hoch angesetzt und berücksichtigt würden nur Durchschnittswerte, sodass größere Belastungen, die nur kurze Zeit andauern, kaum ins Gewicht fallen. Nicht außer Acht zu lassen sind laut Ausserer die negativen Auswirkungen der Lärmbelastung auf die Gesundheit. Maringgele und weitere Ratsmitglieder teilten diese Bedenken. Um den Schulweg in Tschars sicherer zu gestalten, hat die Arbeitsgruppe kurz- und langfristige Maßnahmen erarbeitet, die schrittweise umgesetzt werden sollen.
Aus Staatstraße wird Dorfstraße
Ein besonders wichtiges Arbeitsfeld der Arbeitsgruppe ist die Neuausrichtung der Mobilität in Kastelbell und Galsaun im Anschluss an die Eröffnung der Umfahrung. Es geht hauptsächlich um die Umgestaltung des betroffenen Abschnittes der Staatsstraße zu einer möglichst einladenden Dorfstraße mit Geh- und Radwegen sowie Parkplätzen. Laut Maringgele seien gute Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die Betriebe in den Orten weiterhin lebendig bleiben und frequentiert werden. Einzuschränken gelte es die Parkzeiten auf dem Dorfplatz in Kastelbell. Die kostenlose Parkzeit sollte von 2 auf 1 Stunde gekürzt werden. Der Dorfplatz sei oft „zugeparkt“, während die Stellplätze auf dem nahegelegenen Parkdeck oft ungenutzt bleiben. Zu den weiteren Maßnahmen in punkto Mobilität gehören eine Ausdehnung des Citybus-Dienstes auf Marein und Latschinig und ein früherer Start des Citybusses in Galsaun, damit die Kinder damit rechtzeitig zur Grundschule nach Kastelbell gelangen.
Große „Tunnelfete“ am 06.06.2026
Bürgermeister Gustav Tappeiner bedankte sich bei der Arbeitsgruppe für ihren Einsatz. Bezüglich der Umfahrung sei davon auszugehen, dass sie innerhalb des Monats Mai für den Verkehr freigegeben wird. Für den 6. Juni 2026 ist die feierliche Eröffnung geplant. Viele Vereine und Organisationen sind bereits fleißig mit den Vorarbeiten beschäftigt. Die „Tunnelfete“ wird sich voraussichtlich bis in die Morgenstunden des 7. Juni hinziehen.