Von der Jugend für die Jugend
Beim „Turbo Open Air“ wurde der Schludernser Dorfplatz zum Treffpunkt.
Schlanders - Eine gelungene Premiere feierte das „Turbo Open Air“ auf dem Dorfplatz in Schluderns am Samstag, 12. September. Dabei handelte es sich um ein ganz besonderes Open Air, schließlich entstand es aufgrund eines eingereichten Projekts für den Jugendhaushalt Turbo. Im Jugendhaushalt ging es darum, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, die eigene Gemeinde aktiv mitzugestalten – von der Idee bis hin zur Umsetzung. 15 Gemeinden in Südtirol beteiligten sich an der Initiative, darunter Schluderns als einzige Gemeinde im Vinschgau. Konkret stellte die Gemeinde Schluderns rund 30.000 Euro für Jugendprojekte zur Verfügung. Die Jugendlichen selbst konnten entscheiden, wofür das Geld eingesetzt werden sollte. Als Siegerprojekt wurde mit 27 Stimmen der kleine Klettergarten im Konfall, eingereicht vom AVS Schluderns, bestimmt. Da dieser bereits für rund 5.000 Euro realisiert werden konnte, sollte auch das zweitplatzierte Projekt umgesetzt werden. Hierbei hatte Magdalena Strobl eine Open-Air-Veranstaltung mit viel Jugendbeteiligung eingereicht, die zeigen sollte, dass Schluderns nicht langsam, sondern kreativ, jung und lebendig ist. Sophie Lingg hatte eine ähnliche Idee, weshalb die beiden Ideen kombiniert wurden. An der Organisation beteiligt waren schlussendlich neben den jungen Mädchen und ihrem Team auch die Gemeinde Schluderns und die Schützenkompanie Schluderns, die Freiwillige Feuerwehr Schluderns half bei der Sicherheit mit.
Musik und Begegnung
Von 16 Uhr bis 1 Uhr nachts wurde der Dorfplatz zu einem Ort der Musik und Begegnung, für Jugendliche und Erwachsene. Im Mittelpunkt stand das Motto „Dancing through the Decades“. Damit war eine musikalische Reise durch verschiedene Jahrzehnte gemeint, die frisch, tanzbar und jung interpretiert wurde. Für Unterhaltung sorgten die beiden Livebands Stubenpunx und No Lipstik sowie die DJs Ficktr Hartmann und Beyond. Auch kulinarische Höhepunkte durften nicht fehlen. Die Essensstände verarbeiteten Produkte von lokalen Produzenten, das Organisationsteam setzte auf Regionalität und Nachhaltigkeit.
Viel Lob
„Ein großes Lob für diese tolle Veranstaltung. Die Jugendlichen haben etwas Großartiges auf die Beine gestellt“, unterstrich Bürgermeister Heiko Hauser. Die Organisation habe reibungslos funktioniert. „Es war ein Projekt, das sich die jungen Menschen gewünscht haben und es konnte schnell und unkompliziert organisiert werden“, so Hauser. Auch das Siegerprojekt des Jugendhaushalts Turbo, der Klettergarten, wird derzeit vom AVS Schluderns umgesetzt.