Im Bild (von links): Manuela Lechner, Rosmarie Pamer, Melanie Kemenater, Simone Wieser, Caroline Danieli, Tamara Gurschler, Elke Kofler, Agnes Gamper, Sylvia Baumgartner, Marion Haas, Heidi Heel und Evi Brugger.

Wie viel ist zu viel?

Digitale Medien im Kindesalter: neue Unterstützung für Eltern

Publiziert in 8 / 2026 - Erschienen am 21. April 2026

Schlanders - Immer früher kommen Kinder mit digitalen Medien in Berührung. Umso wichtiger ist es, Eltern von Anfang an für einen bewussten Umgang zu sensibilisieren und ihnen konkrete Orientierung zu bieten. Das Forum Prävention hat in Zusammenarbeit mit dem Projekt DigiKids Vinschgau und dem landesweiten Netzwerk Eltern-medienfit die Informationsflyer „Kinder und digitale Medien“ entwickelt. Die Faltblätter richten sich an Eltern von Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren sowie von 3 bis 6 Jahren und geben klare Empfehlungen für die ersten Lebensjahre: für Kinder von 0 bis 3 Jahren wird empfohlen, möglichst vollständig auf digitale Medien zu verzichten. Die Welt mit allen Sinnen zu entdecken ist wichtig für die Entwicklung von Babys und Kleinkindern. Gemeinsames Sprechen, Singen und Anschauen von Bilderbüchern fördern die Sprachentwicklung. In diesem Alter benötigen die Kinder vor allem Aufmerksamkeit und Zuwendung, Bewegung und Entdeckungen im Freien, freie Zeit zum Spielen und ausreichend Ruhe und Schlaf. 

Bildschirmmedien sparsam nutzen

Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren interessieren sich zunehmend für Fernseher, Tablet und Smartphone. Bildschirmmedien sollen in diesem Alter nur sparsam genutzt werden. Je jünger die Kinder sind, desto wichtiger sind nur kurze Videos, einfache Geschichten und langsames Tempo. Für die Mediennutzung sollten klare Regeln festgesetzt und die Essens- und Einschlafzeiten bewusst ohne digitale Medien gestaltet werden. Eltern sind Vorbilder, auch in der Mediennutzung. Vorsicht sei geboten bei der Versendung von Fotos und privaten Daten der Kinder im Internet und in den sozialen Medien. „Mit den neuen Informationsmaterialien wollen wir Eltern von Kleinkindern konkrete Hilfestellung im Umgang mit digitalen Medien im Alltag bieten“, sagte Landesrätin Rosmarie Pamer. „Erwachsene können sich schützen, können Informationen filtern und darauf reagieren. Kleine Kinder müssen bestmöglichst geschützt werden“, so die Landesrätin, die für das flächendeckende, fundierte Projekt dankte. Auch Sylvia Baumgartner, Direktorin des deutschsprachigen Kindergartensprengels Schlanders, dankte dem großen Netzwerk von Fachkräften, denen eine sensible Begleitung der Kinder ein Anliegen ist. „Im Rahmen des Projekts DigiKids ist ein Informationsblatt entstanden, das Eltern nun landesweit zur Verfügung steht“, so die Direktorin.

Bezugspersonen sind Vorbilder

Manuela Lechner vom Forum Prävention erinnerte daran, dass Kinder durch Beobachtung und durch Nachahmung lernen. Daher seien die Bezugspersonen ihre Vorbilder, nach deren Verhalten sie sich orientieren. Gemeinsame Zeit ohne Bildschirm sei sehr wichtig für die Entwicklung des Kindes. Sie freute sich ebenfalls über das gelungene, greifbare Produkt und dankte DigiKids sowie der Familienagentur, die Grafik und Druck finanziert hat. Unter www.eltern-medienfit.bz stehen die Flyer zum Download zur Verfügung.

Ingeborg Rainalter Rechenmacher

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