Wieder heil zu Hause
Martell - Schon Tage vor dem Almabtrieb im Martelltal am Sonntag, 7. September, hatten die Vorbereitungen für den traditionellen Abtrieb begonnen. Die Bauernjugend – die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feierte – organisiert alljährlich das Heimkommen der Tiere, gemeinsam mit den Bäuerinnen und der Alminteressentschaft. „Am Donnerstag haben wir gemeinsam die Kränze und den Kopfschmuck hergestellt“, so Rosina von den Bäuerinnen Martell.
Zufriedenstellender Almsommer
Insgesamt 65 Milchkühe, 90 Stück Galtvieh, 192 Kälber und 650 Schafe verbrachten ihre Sommerfrische auf den Almen des Martelltals. Die Milchkühe auf der vollständig von Frauen geführten Lyfi-Alm. Die Sennerin Julia Daniel gab an, dass dieses Jahr 5.000 kg Käse und 500 kg Butter hergestellt werden konnten. „Allerdings gab es schon bessere Almsommer. Der Juni war zu heiß, der Juli zu kalt und im August wächst auf diesen Höhen nichts mehr“, erzählte Guido de Vido, der durch das Programm des Almabtriebs führte.
Wolf und Bär zu spüren
Auch im Martelltal gab es vor allem am Anfang der Saison Schafsrisse. Kathi Daniel, die Hirtin der Lyfi-Alm sagte: „Den Wolf haben wir gehört, den Bären gesehen“. So ist auch hier die Rückkehr des Großraubwilds zu spüren. Mit dem Almabtrieb endet der Almsommer der Tiere in einem großartigen Fest. Einheimische wie Gäste bestaunten die schön geschmückten Tiere, die dann doch größtenteils heil nach Hause gekommen sind.