Wirksame Maßnahmen gefordert
Brenner/Vinschgau - Die Umweltschutzgruppe Vinschgau (USGV) zeigt sich beeindruckt von der großen Beteiligung an der Kundgebung vom 30. Mai 2026 am Brennerpass. Über 5.000 Menschen haben sich auf der Autobahn versammelt, um auf die zunehmende und für viele Betroffene nicht mehr tragbare Verkehrsbelastung aufmerksam zu machen. Auch Vertreter der USGV nahmen an der Veranstaltung teil, um ihre Solidarität mit der verkehrsgeplagten Bevölkerung zum Ausdruck zu bringen. „Die Kundgebung machte deutlich, dass die Probleme des Transitverkehrs nicht an der Staatsgrenze enden. Zahlreiche anwesende Südtirolerinnen und Südtiroler berichteten von ähnlichen Belastungen südlich des Brenners. Lärm, Schadstoffbelastung und ein stetig wachsendes Verkehrsaufkommen beeinträchtigen zunehmend die Lebensqualität vieler Menschen entlang der wichtigsten Verkehrsachsen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Besonders kritisch bewertet die USGV auch die Entwicklung auf den zahlreichen Pass- und Durchzugsstraßen des Landes: „Auch dort nimmt der Verkehr seit Jahren kontinuierlich zu. Die Folgen sind für Anwohnerinnen und Anwohner ebenso spürbar wie für die Umwelt und den Tourismus.“ Dennoch fehlen laut der Umweltschutzgruppe „wirksame politische Maßnahmen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Mit weiteren Tourismus-Infrastrukturen wird die Situation noch mehr angeheizt.“ Mit Unverständnis wird zudem die zurückhaltende Haltung der Südtiroler Landesregierung gegenüber den Anliegen der Kundgebung aufgenommen. „Die große Beteiligung an der Kundgebung zeigt, dass die Geduld der betroffenen Bevölkerung zunehmend erschöpft ist. Viele Menschen sorgen sich berechtigterweise um ihre Gesundheit, ihre Lebensqualität und die Zukunft ihrer Heimat. Diese Sorgen dürfen nicht länger ignoriert werden“, so die USGV. Die politisch Verantwortlichen werden aufgerufen, „die Anliegen der Bevölkerung entlang der Brennerachse sowie der stark belasteten Durchzugs- und Passstraßen ernst zu nehmen und rasch konkrete Entlastungsmaßnahmen umzusetzen.“ Die Kundgebung habe ein klares Signal ausgesendet: Die Menschen erwarten nicht weitere Ankündigungen, sondern wirksame und spürbare Maßnahmen gegen die stetig wachsende Verkehrsbelastung.