Lasset die Spiele beginnen
Viel wurde und wird über Olympia 2026 diskutiert. Die Spiele, die neben Mailand und Cortina auch im Fleimstal, in Bormio, Livigno und in Antholz stattfinden und damit erstmals in der Geschichte in Südtirol, wurden in der Öffentlichkeit durchaus mit negativen Aspekten verbunden: Probleme und Kosten rund um den Eiskanal in Cortina, Verzögerungen bei der Eis-Arena in Mailand sowie bei der Schneeproduktion in Livigno – um nur einige zu nennen. In Südtirol sorgten vor allem die „Stoanernen Mandln“ auf den Kreisverkehren für Kritik. An fünf strategischen Südtiroler Verbindungspunkten zwischen den olympischen Austragungsorten, darunter in Vetzan, sollen sie den Weg zu den olympischen Stätten weisen und für Olympia sensibilisieren. Dies ging etwas daneben, vielen blieben vor allem die Kosten hängen. Vielleicht war es politisch unglücklich rübergebracht. Nun aber, wenn am 6. Februar die Spiele eröffnet werden, soll zumindest bis zum 22. Februar der große Sport in den Mittelpunkt rücken – das haben sich die Athletinnen und Athleten verdient. In unserer nächsten Umgebung werden olympische Träume wahr. Das ist etwas Besonderes und Einmaliges. Der Vinschgau ist unter den zahlreichen Sportler/innen aus Südtirol jedoch leider nur einmal vertreten: Jasmin Coratti aus Langtaufers startet am 8. Februar in Livigno im Snowboard-Parallel-Riesentorlauf. Läuft alles optimal, hat sie sogar Medaillenchancen. Die Daumen sind gedrückt. redaktion@dervinschger.it