Marla Orlowski
Tomke Enea Hanusa
Zwei Marmor-Arbeiten der beiden Deutschen.

Duo bringt Schaufenster zum (K)entern

Publiziert in 4 / 2026 - Erschienen am 24. Februar 2026

Schlanders - „Weil Wasser immer wieder ein Thema ist“, erklärte Marla Orlowski bei der Vernissage der Ausstellung (K)entern im Schaufenster der BASIS in der Fußgängerzone. Gemeinsam mit Tomke Hanusa präsentiert sie eine Vielzahl von Werken. Durch verschiedene Medien werden emotionale und physische Aspekte des Kenterns eines [Schiffes] erkundet. Einige der Arbeiten sind aus Marmor – kein Wunder, schließlich besuchen die beiden Bundesdeutschen die Fachschule für Steinbearbeitung in Laas. Tomke Enea Hanusa (geb. 2000 in Göttingen) besucht das Spezialisierungsjahr in Laas und setzt sich mit technischer Ästhetik und Körperwahrnehmung auseinander. Kühle, funktionale Steinobjekte stehen abstrakten, gefühlsvollen Fotografien und Zeichnungen gegenüber. Aus alltäglichen Objekten entstehen Arbeiten, in welchen die funktionale Form der Objekte herausgestellt wird. Die verlorene, ursprüngliche Funktion bestimmt die Form der Marmorskulpturen. Bereits bestehende Formen werden durch das Fotografieren abstrahiert und verfremdet. Unterbelichtet und geblitzt bilden die Szenen einen anderen emotionalen Zustand als ursprünglich. Marla Orlowski (1997 in Berlin geboren) schloss in der deutschen Hauptstadt ihre Ausbildung zur Steinbildhauerin ab. Im Anschluss daran nahm sie an einem Erasmus-Programm in Carrara teil, in dessen Rahmen sie erste bildhauerische Erfahrungen mit Marmor machte. Derzeit besucht sie die Meisterklasse der Marmorschule in Laas, wobei sie sich hauptsächlich der Bearbeitung von Marmor widmet, sich aber auch mit Grafiken, Collagen und Metallbearbeitung beschäftigt. Mit ihrer Kunst spielt sie auf sensible Weise mit der Wahrnehmung und lädt dazu ein, eine Sinnlichkeit für alltägliche Momente zurückzugewinnen. Wasser als solches nimmt im Schaffensprozess der Künstlerin stets eine wichtige Rolle ein, ein signifikanter Anteil der Werke ist dem Element Wasser zuzuordnen. Die Ausstellung ist noch bis Ende März zugänglich und zwar jeden Donnerstag von 9 bis 12 Uhr sowie von 15 bis 17. Zudem wird die Ausstellung auf Anfrage unter lokal@basis.space geöffnet.

Michael Andres

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