Eine Parodie auf die Bürokratie
Schlanders - Familie Wieser aus Schlanders erlebt das, was uns allen auch schon passiert ist. Ein bürokratischer Spießrutenlauf um Papiere und Dokumente, um Termine und Amtsgeschäfte. Die Familienmitglieder werden in ihren jeweiligen Angelegenheiten von Pontius bis Pilatus geschickt, und wenn sie dann in der Warteschleife festsitzen, während die Sekretärin Origami faltet, eine Maschine spinnt oder der Beamte einfach nur müde ist, dann ist das Fass verständlicherweise voll. Die Spielerinnen und Spieler des Theatervereins Schlanders zeigten die Situationen im Stück „Puttega – eine Parodie auf die Bürokratie“ auf humorvolle, ironische, aber durchaus realistische Weise. In zehn Kurzstücken sorgten sie für herzhaftes Lachen und gar manches Schmunzeln, wenn man sich in irgendeiner Situation wiedererkannt hatte. Originelle Ideen wie die neue Maschine bei der Post, tolle Pointen und besonders treffende Sprüche wurden mit Applaus bedacht. Wenn sich die Mitglieder des Theatervereins Schlanders selbst daran machen, Sketches oder ein Stück zu schreiben, um es gemeinsam auf die Bühne zu bringen, dann kann man sicher sein, dass es ein Knaller wird! So auch das Stück „Puttega“, nach Ideen der Spielerinnen und Spieler, und von Christoph Alber zu Papier gebracht. Und wenn es dem Verein dazu noch gelingt, Daniela Alber als Regisseurin zu gewinnen, dann passen Besetzung, Choreografie und Pointen. Schräge Musik, ein aufs Wesentliche reduziertes, jedoch originelles Bühnenbild und das außergewöhnliche Outfit des Ensembles machten die drei Freilichtaufführungen in der Matscher Au wieder zu einem lustigen, unterhaltsamen Erlebnis.