Anna Mesniankina und Andreas Lechner im September 2025 in der Kreativwerkstatt der BASIS Vinschgau Venosta, wo die Künstlerin einen Arbeitsaufenthalt absolvierte.

„Fäden der Vergangenheit“

Publiziert in 14 / 2026 - Erschienen am 28. Juli 2026

Allitz/Schlanders - Am Samstag, 8. August um 18 Uhr wird im Gasthaus „Sonneck“ in Allitz eine Ausstellung der Künstlerin Anna Mesniankina eröffnet. Weitere neue Werke werden parallel vom 31. August bis zum 24. September in der Bibliothek Schlandersburg zu sehen sein. Bei der Eröffnung in Allitz wird ein original ukrainischer „Borschtsch“ serviert. Anna Mesniankina wird diese traditionelle Suppe (Rote Bete und Weißkohl) persönlich in der Küche von Wirt und Koch Herbert Thanei zubereiten. Die Künstlerin lädt in Zusammenarbeit mit Andreas Lechner (Galerie Tor218 Artlab Berlin) zur Ausstellung ein. Andreas Lechner, dessen Vorfahren väterlicherseits aus Laas stammen, arbeitet schon seit einiger Zeit an einem Roman mit dem Titel „Heimatstein“ (siehe der Vinschger Nr. 16/2025). Anna Mesniankina war im Vorjahr in der BASIS Vinschgau Venosta zu Gast und konnte dort die besondere Umgebung als Inspiration in ihre Arbeiten einfließen lassen. Besonders beeindruckt hat sie auch eine Führung durch die Laaser Marmorbrüche. Die intensive Begegnung mit Material, Struktur und Landschaft hinterließ neue Facetten in ihrer künstlerischen Wahrnehmung und ihrem Arbeiten. Auch die Begegnung mit dem Künstler Reinhold Tappeiner aus Laas inspirierte sie sehr. In ihrer Malerei nutzt Anna Mesniankina Farbe als Material – als Spur, Geste und Schichtung. Die Ausstellung „Fäden der Vergangenheit“ lädt dazu ein, die Bildwelten als Teil einer vielschichtigen, lebendigen Erzählung zu erfahren. Anna Mesniankina wurde 1989 in Berdjansk in der Ukraine geboren und lebt heute in Deutschland. Während des Arbeitsaufenthalts in der BASIS entstand der erste Teil eines Triptychons. Im Jänner 2026 wurde das Werk in der Sophienkirche in Berlin im Rahmen einer Konzertperformance präsentiert. Weitere Arbeiten werden im Oktober 2026 auf der C.A.R. (Contemporary Art Ruhr im UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein) zu sehen sein, auf der auch Reinhold Tappeiner vertreten sein wird. Eine Kostprobe aus seinem Roman wird Andreas Lechner im Atelier von Reinhold Tappeiner in Laas vortragen. Die Lesung soll gemeinsam mit einer dort geplanten Ausstellung neuer Arbeiten von Reinhold Tappeiner erfolgen. Eine weitere Lesung ist zudem im Rahmen der Vinschger Literaturtage am 22. September in der Schlandersburg geplant.

Josef Laner

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